Bienen im Bereich Gemmerich betroffen
Sperrbezirk: Faulbrut ausgebrochen

Ahlen -

Bei Bienen in Ahlen ist die Amerikanische Faulbrut ausgebrochen: Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises hat aufgrund der Infektionskrankheit einen Sperrbezirk eingerichtet.

Dienstag, 08.10.2019, 14:46 Uhr aktualisiert: 09.10.2019, 09:22 Uhr
In gesunden Bienenvölkern beißt sich der Nachwuchs in den Waben durch die Wachsdeckel. Bleibt die Brutzelle geschlossen, ist das ein Hinweis auf die Amerikanische Faulbrut. Im Bereich Gemmerich wurde ein Sperrbezirk eingerichtet.
In gesunden Bienenvölkern beißt sich der Nachwuchs in den Waben durch die Wachsdeckel. Bleibt die Brutzelle geschlossen, ist das ein Hinweis auf die Amerikanische Faulbrut. Im Bereich Gemmerich wurde ein Sperrbezirk eingerichtet. Foto: Kreis Warendorf / dpa

In Ahlen ist die Amerikanische Faulbrut bei Bienen ausgebrochen. Wie die Kreisverwaltung mitteilt, hat das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt einen Sperrbezirk eingerichtet, hieß es am Dienstag in einer Pressemitteilung des Kreises Warendorf.

Bei der Faulbrut handelt es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit, die die Brut der betroffenen Bienenvölker befällt. Die Brut stirbt größtenteils ab, so dass die Zahl der Bienen in dem betroffenen Volk immer geringer wird und schlussendlich nicht mehr die notwendige Stärke aufweist, um zu überwintern. „Für Menschen ist die Bienenkrankheit ungefährlich, der Honig kann ohne jede Einschränkung weiterhin verzehrt werden“, sagt Pressesprecher Thomas Fromme .

Im Sperrbezirk müssen die Halter von Bienen nunmehr verschiedene Regelungen beachten. So sind alle Bienenstände dem Veterinäramt zu melden, auch solche, die sich zur Blütezeit in diesem Sperrbezirk befunden haben. Bewegliche Bienenstände dürfen nicht von ihrem Standort entfernt werden und es dürfen keine Bienen in den Sperrbezirk eingebracht werden.

Der Sperrbezirk in Gemmerich.

Der Sperrbezirk in Gemmerich. Foto: Kreis Warendorf

„Alle Bienenvölker und -stände im Sperrbezirk müssen auf Amerikanische Faulbrut amtstierärztlich untersucht werden“, so Dr. Hubert Hemmis, stellvertretender Leiter des Kreisveterinäramtes. Diese Untersuchung muss frühestens zwei, spätestens neun Monate nach der Tötung oder Behandlung der an der Seuche erkrankten Bienenvölker des befallenen Bienenstandes wiederholt werden.

Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden. Ausnahmen benennt die Bienenseuchenverordnung.

Weitere Informationen zur Amerikanischen Faulbrut und zum eingerichteten Sperrbezirk gibt es auf der Internetseite des Kreises.

Alle Bienenvölker und -stände im Sperrbezirk müssen amtstierärztlich untersucht werden.

Dr. Hubert Hemmis

 

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