Sabine Jungenblut neue Bezirksbeamtin
Sie kennt Ahlen wie ihre Westentasche

Ahlen / Dolberg -

Sabine Jungenblut (49) ist jetzt als Bezirksdienstbeamtin für den Bereich Ahlen-Süd und Dolberg unterwegs. Sie tritt die Nachfolge von Polizeihauptkommissar Norbert Caspar an, der lange Zeit Ansprechpartner für die Bürger war.

Mittwoch, 09.10.2019, 21:00 Uhr
Sabine Jungenblut hat die Bezirksdienststelle für Ahlen-Süd und Dolberg von Polizeihauptkommissar Norbert Caspar übernommen.
Sabine Jungenblut hat die Bezirksdienststelle für Ahlen-Süd und Dolberg von Polizeihauptkommissar Norbert Caspar übernommen. Foto: Christian Wolff

Manchmal ist der Mensch seiner Zeit voraus: Als Sabine Jungenblut vor einigen Monaten spontan mit Norbert Caspar durch den Südenstadtteil und nach Dolberg fuhr, konnte die 49-Jährige noch nicht ahnen, dass sie die Nachfolge des Bezirksdienstbeamten in genau diesem Bereich antreten würde.

Am Mittwoch stand ihre offizielle Vorstellung auf dem Dienstplan der Wache am Südberg. „Bezirksbeamte sind das Bindeglied zum Bürger“, sagte Landrat Dr. Olaf Gericke . Sie seien das „Gesicht der Polizei“. Aus diesem Posten gebe es keine Verabschiedung, bei der so viele Kinder traurig sind, da regelmäßige Besuche an Schulen und Kindergärten neben Sprechstunden und Präsenzzeiten zu den Pflichtaufgaben im Bezirksdienst gehören.

Sabine Jungenblut erfülle die besten Voraussetzungen, um Hemmschwellen abzubauen und Kontakte zu pflegen, sagte der Landrat, der zugleich Chef der Kreispolizeibehörde ist. „Sie kam vor 25 Jahren zur Polizei und ist bis auf eine kurze Zeit in Warendorf seither in Ahlen tätig. Sie wohnt in der Stadt, sie kennt die Menschen. Mehr Ahlen geht nicht.“ Sie kenne ihr Gebiet wie ihre Westentasche, insofern zeigte sich Gericke überzeugt, dass Jungenblut die „großen Fußstapfen“ ihres Vorgängers bestens ausfüllen werde. Er rief in diesem Zusammenhang besonders die Bewohner des Südens und Dolbergs dazu auf, keine Scheu zu haben, Sabine Jungenblut anzusprechen.

Auch Bürgermeister Dr. Alexander Berger freute sich über die Wiederbesetzung „dieser wichtigen Stelle“. Es sei gut, dass der Kreis dies ermöglicht habe – und dann sogar noch mit einer Frau, die wisse, „wie die Ahlener ticken“. Das werde mit Sicherheit gut in der Bevölkerung ankommen. „Ihr Vorgänger war sehr beliebt“, wusste Berger. „Die Polizei hat in Ahlen ohnehin ein positives Image. Angemessen, dosiert und mit viel Fingerspitzengefühl gehen die Beamten hier auf die Menschen zu.“ Die gut funktionierende Ordnungspartnerschaft sieht das Stadtoberhaupt ebenso als Beleg dafür.

Die neue Bezirksbeamtin zeigte sich beim Pressetermin sehr motiviert. „Ich gebe mein Bestes“, versprach sie und wünschte sich, dass die Bürger genauso gut und offen mit ihr umgehen werden. Positiv aufgefallen sei ihr bereits die Freundlichkeit im Lambertusdorf. „Alle, vor allem die Kleinen, haben freundlich gegrüßt“, hob sie hervor. Wer von Norbert Caspar noch eine Visitenkarte besitzt, kann beruhigt sein: „Alle Kontaktnummern bleiben auch bei der Nachfolgerin identisch“, erklärte Wachleiter Uwe Alteheld.

Begrüßungsrunde an der Polizeiwache am Südberg mit Markus Bode (Wache Ahlen), Andrea Mersch-Schneider (Polizeidirektorin), Dr. Alexander Berger (Bürgermeister), Sabine Jungenblut (Bezirksbeamtin), Dr. Olaf Gericke (Landrat) und Uwe Alteheld (Wachleiter Ahlen, v.l.).

Begrüßungsrunde an der Polizeiwache am Südberg mit Markus Bode (Wache Ahlen), Andrea Mersch-Schneider (Polizeidirektorin), Dr. Alexander Berger (Bürgermeister), Sabine Jungenblut (Bezirksbeamtin), Dr. Olaf Gericke (Landrat) und Uwe Alteheld (Wachleiter Ahlen, v.l.). Foto: Christian Wolff

In Ahlen gibt es insgesamt fünf Bezirksbeamte. Die Wache stellt außerdem drei weitere für den Bereich Sendenhorst / Drensteinfurt. Sabine Jungenblut ist kreisweit übrigens erst die zweite Frau auf einem solchen Posten. Eine weitere Beamtin ist in Beelen tätig. „Ja, die Polizei wird weiblicher“, konstatierte Pressesprecherin Susanne Dirkorte-Kukuk, die diesen Trend beim Begrüßungstermin gemeinsam mit Polizeidirektorin Andrea Mersch-Schneider persönlich untermauern konnte.

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Einmal im Monat steht die „Mobile Wache“ auf dem „Rewe“-Parkplatz in Dolberg zur Verfügung. An den übrigen Montagen eines Monats bietet die Bezirksbeamtin von 10 bis 12 Uhr an selber Stelle eine Sprechstunde an.

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Ich gebe mein Bestes.

Bezirksbeamtin Sabine Jungenblut
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