70 Jahre KAB St. Ludgeri
Antrieb: Sich nicht allein fühlen

Ahlen -

Mit einem Wortgottesdienst und einer Feierstunde hat die Katholische Arbeitnehmerbewegung von St. Ludgeri (KAB) am Samstagabend ihr Stiftungsfest gefeiert. Das stand in diesem Jahr im Zeichen des 70-jährigen Bestehens.

Sonntag, 13.10.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 14.10.2019, 09:08 Uhr
Im Wortgottesdienst für das KAB-Stiftungsfest in der St.-Ludgeri-Kirche wurde die Gemeinschaft sinnbildlich rund um den Altar erlebt.
Im Wortgottesdienst für das KAB-Stiftungsfest in der St.-Ludgeri-Kirche wurde die Gemeinschaft sinnbildlich rund um den Altar erlebt. Foto: Ralf Steinhorst

„70 Jahre KAB – Ist jemand von Anfang an dabei?“, fragte Pfarrer Reinhard Kleinewiese beim Wortgottesdienst in der St.-Ludgeri-Kirche in die Runde der KABler und löste damit bei diesen ein Lächeln aus. Immerhin wurde er bei zweien fündig, die mindestens fünf Jahrzehnte Mitglied sind.

Der Pfarrer betonte, dass ein Verein wie die KAB nur dann leben könne, wenn dort auch Freundschaft existiert. „Für Aristoteles ist Freundschaft eine gemeinsame Seele in zwei Körpern“, erklärte der Pfarrer in seiner Predigt. Auch sich nicht allein fühlen zu wollen, sei Antrieb für Freundschaft und Gemeinschaft. Mit Zitaten bekannter Weltbürger vertiefte Reinhard Kleinewiese dann das Thema Freundschaft. Zum Ende des Gottesdienstes mahnte er aber auch an, nach 70 Jahren auf Bruchstellen zurückzublicken und über die Zukunft nachzudenken.

In der anschließenden Feierstunde mit gemütlichem Beisammensein im Pfarrsaal St. Ludgeri konnte der Vorsitzende Jörg Kraft auch Vertreter der Vorstände von der KAB St. Elisabeth, St. Josef und St. Michael begrüßen. In seiner Ansprache blickte Jörg Kraft auf die Historie der KAB St. Ludgeri zurück, die Mitglieder der KAB St. Michael aus dem „Wohngebiet“ der Filialkirche St. Ludgeri am 9. Oktober 1949 in der Gaststätte Schmedding mit einer Gründungsversammlung ins Leben riefen. Damals zählte der neue KAB Ortsverein gleich 300 Mitglieder, heute sind es 89. „Die Anliegen der Pfarrgemeinde waren von jeher auch die Anliegen der KAB“, betonte der Vorsitzende.

Um die Geselligkeit zu fördern wurde im Jahr 1950 das erste Schützenfest bei Koch im Linnenfeld durchgeführt. Das Königsschießen wurde fortan Hauptbestandteil der Sommerfeste, vergeben wurden die Königskette für den Schützenkönig sowie Krone und Schärpe mit Brosche für die Königin. Die Tradition hielt 48 Jahre, 1988 fand das letzte Schützenfest statt.

Pfarrer Reinhard Kleinewiese, Jürgen Simons und Jörg Kraft (v.l.).

Pfarrer Reinhard Kleinewiese, Jürgen Simons und Jörg Kraft (v.l.). Foto: Ralf Steinhorst

Auch wenn sich die Zeiten gewandelt haben, gelte für die KAB noch immer das Prinzip der Mitbestimmung im Arbeits- und Sozialbereich: „Die KAB gilt weiterhin als Sprachrohr der christlichen Arbeitnehmerschaft“. Auf dem Stiftungsfest sollten Bärbel und Hubert Aperdannier für ihre 25-jährige Mitgliedschaft geehrt werden. Aus privaten Gründen konnten sie allerdings nicht an der Feier teilnehmen und werden so zu einem späteren Zeitpunkt geehrt.

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