Kult-Schauspieler Bjarne Mädel in Ahlen
Drehtage mit Bart und ohne

Ahlen -

Nicht als „Ernie“ oder „Schotty“, die er in seinen Paraderollen mimte, sondern als „Obdachloser Klaus“ steht Bjarne Mädel derzeit in Ahlen vor der Kamera. Die Dreharbeiten am Kinostreifen „Faking Bullshit“ verlagerten sich am Wochenende in die Innenstadt.

Sonntag, 13.10.2019, 23:00 Uhr aktualisiert: 14.10.2019, 09:10 Uhr
In der Szene vor dem „Kiosk 59“ an der Nordstraße muss Adrian Topol (M.) zwar nicht mitspielen, aber er besucht seine Kollegen Erkan Acar (l.) und Bjarne Mädel an diesem Wochenende dennoch gerne am Set.
In der Szene vor dem „Kiosk 59“ an der Nordstraße muss Adrian Topol (M.) zwar nicht mitspielen, aber er besucht seine Kollegen Erkan Acar (l.) und Bjarne Mädel an diesem Wochenende dennoch gerne am Set. Foto: Christian Wolff

In den Kiosk rein, aus dem Kiosk raus. In seiner ersten Szene in Ahlen hat Bjarne Mädel nichts zu sagen. Als Obdachloser Klaus soll er nur möglichst unauffällig stehlen – und wieder verschwinden. Doch selbst das wird für den Kult-Schauspieler letztlich zum Fest, denn die Zaungäste schmunzeln.

Die Herren, die ihm an diesem Wochenende bei seiner Gastrolle in „Faking Bullshit“ zuschauen, sind fast schon gekleidet wie der Schauspieler in seiner Rolle. Es sind Stammkunden des „Kiosk 59“, Nordstraße / Ecke Ostenmauer. Sie klopfen ihm auf die Schulter, als alles im Kasten ist. „Können wir ein Foto machen?“, fragt einer. „Na klar“, gibt sich der Akteur kumpelhaft.

Dem glücklichen Umstand, dass er mit Regisseur Alexander Schubert auf der Schauspielschule war, ist es zu verdanken, dass Bjarne Mädel nun für den Kinostreifen vor der Kamera steht, der komplett in Ahlen gedreht wird. „Wir sind gut befreundet“, erzählt Bjarne Mädel gegenüber der „AZ“. „Ich habe im Moment ganz gut zu tun, denn ich stehe vor einem größeren Projekt. Aber ich unterstütze gerne kleinere Produktionen.“ Die Chance, auch mal Ahlen kennenzulernen. „Hier war ich noch nie. Einem Journalisten habe ich erst vorgestern gesagt: Ich weiß, dass der Zug aus Berlin etwa drei Stunden und 40 Minuten braucht. Mehr konnte ich bisher nicht sagen.“ Nach einem langen Drehtag, der erst in der Dämmerung endet, macht Mädel aber einen zufriedenen Eindruck. „Eigentlich halte ich mich im Moment mit Interviews zurück“, gesteht er. „Wer meinen Namen bei , Google ‘ eingibt, findet so viel. Da weiß ich gar nicht mehr, was ich noch Neues erzählen soll.“

Gedreht wird auch am Barthelhof. Eine Szene im Polizeifahrzeug mit den Polizisten Deniz (Erkan Acar) und Hagen (Alexander Hörbe). Dafür müssen die Gartenarbeiten für die „Essbare Stadt“ natürlich pausieren. Projektbetreuerin Birgit Ruhmöller nimmt‘s ebenso wie Nachbar Daniel Höckelmann gelassen. Die Dreharbeiten sind eine spannende Abwechslung am Kirchplatz. „Unglaublich, was für ein Aufwand hinter so einem Film steckt“, so Höckelmann.

Dreharbeiten mit Bjarne Mädel

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Im Rathaus, dem dritten Szenenbild dieser Tage, steht Mitarbeiter Ralf Grote dem Filmtross partnerschaftlich zur Seite. Egal, ob es um Schaltkästen, Schließdienste oder ganz menschliche Fragen geht – Grote hilft weiter. „Gut, dass ein großer Teil am Wochenende gedreht wird“, sagt er. „So wird der Tagesablauf nicht beeinträchtigt.“ Und die kommenden Drehtage im „Parade-Bau“ liegen in leerstehenden Büros, so dass kein Mitarbeiter umziehen muss. Regieassistent Cornel Krizsan erfreut sich immer wieder am „abgeranzten Charme“ des Rathauses. „So richtig 70er!“ Genau so soll sie nämlich aussehen, die Polizeistation im Film.

Bjarne Mädel freut sich indes auf den nächsten seiner insgesamt vier Drehtage in Ahlen. „Da darf ich mich dann endlich rasieren“, lacht er. Der Bart muss ab.

Wer meinen Namen bei ,Google‘ eingibt, findet so viel. Da weiß ich gar nicht mehr, was ich noch Neues erzählen soll.

Bjarne Mädel
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