Abordnung zu Gast im Archiv
Stendaler Sportmuseum Vorbild für Ahlen

Ahlen -

In Stendal gibt es ein Sportmuseum. Ein Ziel, das für Ahlen noch in weiter Ferne zu sein scheint. Aber die Kooperation mit den Stendalern läuft bereits gut, die Kontakte sind seit einem Besuch in der Wersestadt noch enger geworden.

Dienstag, 15.10.2019, 09:08 Uhr
Ahlener und Stendaler im sportlichen Archivaustausch: Hans Sudhoff, Anne Ronig, Horst Paulus, Jörg Hosang, Peter Ludwig, Klaus Schmotz, Martin Hummels, Uwe Bliefert, Siggi Wille, Rita Pöppinghaus-Voss und Dieter Massin (v.l.).
Ahlener und Stendaler im sportlichen Archivaustausch: Hans Sudhoff, Anne Ronig, Horst Paulus, Jörg Hosang, Peter Ludwig, Klaus Schmotz, Martin Hummels, Uwe Bliefert, Siggi Wille, Rita Pöppinghaus-Voss und Dieter Massin (v.l.). Foto: Christian Wolff

Kisten voller Pokale, Trikots, Plakate, Festschriften oder Urkunden zeugen von der langen und vielseitigen Geschichte des Ahlener Sports. Was im Archiv des Stadtsportverbands an der August-Kirchner-Straße seit 2013 in mühevoller Kleinarbeit gesichtet, sortiert und katalogisiert wird, stieß jetzt auch auf Interesse einer Delegation aus Stendal.

„Dort gibt es bereits das, wovon ich in Ahlen noch träume“, sagte Dieter Massin am Freitag im Namen der Gastgeber. „Die Stendaler haben mit ihren Exponaten ein richtiges Sportmuseum eingerichtet.“ Angesichts der Fülle des Materials, das aus Ahlener Kellern und Dachböden über Jahre zusammengetragen wurde, sei es sicher kein Problem, in der Wersestadt eine Dauerausstellung einzurichten. „Leerstände dafür gibt es genug.“ Leider habe sich bislang kein geeigneter Ort gefunden.

Rita Pöppinghaus-Voss, die das Archivteam und ihre Besucher in ihrer Funktion als stellvertretende Bürgermeisterin begrüßte, hielt fest: „Träume darf man haben. Und vielleicht wird dieser ja mal wahr.“

Die Delegation wurde vom Oberbürgermeister der al-ten Hansestadt in Sachsen-Anhalt angeführt. Klaus Schmotz erinnerte daran, dass dieser Gegenbesuch vor gut zwei Jahren vereinbart worden ist, als Dieter Massin beim dortigen Hanse-Cup erste Kontakte knüpfte, die seither nicht mehr abgerissen sind. Ebenfalls vertreten waren Uwe Bliefert (Stadtrat und Vorsitzender des Stendaler Leichtathletikvereins), Siggi Wille (ehemaliger Leiter des Sportamts und Vorsitzender des Stendaler Sportmuseums), Peter Ludwig sowie die beiden Museumsmitarbeiter Horst Paulus und Jörg Hosang.

Rita Pöppinghaus-Voss hatte sich im Vorfeld eingehend über die archivierte Stendaler Sportgeschichte informiert. „Bereits für das Jahr 1815 sind bei Ihnen Aktivitäten belegt“, wusste sie zu berichten. Dieter Massin, der die Ahlener Sammlung kurz vorstellte, lobte besonders die von Hans Sudhoff geleitete Digitalisierung des Materials. Die interessierte die Stendaler besonders, so dass in diesem Bereich ein weiterer Austausch geplant ist. Zugleich mahnte Dieter Massin eine Sensibilisierung der Bürger für mögliche Exponate an. „Vieles ist in der Vergangenheit weggeworfen worden, weil Nachfahren unserer Sportler einfach keinen Bezug mehr zu den Dingen hatten.“ Glücklicherweise habe sich die Archivarbeit herumgesprochen, so dass vermehrt interessante Dinge bei seinem Team abgegeben werden. „In Stendal erweitern wird uns trotz unserer 320 Quadratmeter Museumsfläche immer noch und hören nicht auf damit“, sagte Oberbürgermeister Schmotz, bevor es zum gemeinsamen Mittagessen ins Stadthallen-Restaurant ging.

Träume darf man haben.

Rita Pöppinghaus-Voss
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