Filmteam bekommt geballten Besuch
Ungewollte Nebengeräusche

Ahlen -

Das Interesse am Dreh des Kinostreifens „Faking Bullshit“ ist groß. Fast schon zu groß für einen einzigen Drehtag: Bürgermeister, Fernsehteam, lokale und überregionale Reporter gaben sich jetzt die Klinke in die Hand.

Freitag, 18.10.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 18.10.2019, 19:12 Uhr
Die Darsteller von „Faking Bullshit“ gemeinsam mit den Produzenten – unter anderem aus Hamburg, Berlin und der Schweiz – vor einer Lagerhalle an der Daimlerstraße.
Die Darsteller von „Faking Bullshit“ gemeinsam mit den Produzenten – unter anderem aus Hamburg, Berlin und der Schweiz – vor einer Lagerhalle an der Daimlerstraße. Foto: Christian Wolff

Dienstagnachmittag muss Producer Eric Sonnenburg die verbale Reißleine ziehen. Es geben sich so viele Besucher die Klinke in die Hand, dass er den Fortgang der Dreharbeiten der Kinokomödie „Faking Bullshit“ gefährdet sieht.

„Wir freuen uns sehr über das Interesse, aber heute ist es doch etwas viel“, entschuldigt sich Sonnenburg gegenüber der „AZ“. In der Tat: Neben einem Fernsehteam des Westdeutschen Rundfunks (WDR), einem Fotografen eines Hamburger Unternehmermagazins und den lokalen Printmedien haben sich am selben Tag auch die weiteren Produzenten des Streifens zum Besuch angekündigt. Spontan schaut am Nachmittag auch Bürgermeister Dr. Alexander Berger am Set vorbei, das an diesem Tag an einer Lagerhalle zwischen Daimlerstraße und Selma-Englisch-Straße liegt.

Störgeräusche: Hammerschläge 

Und wie der Teufel es manchmal so will, kommt bei der nächsten Klappe eine ungewollte Geräuschkulisse hinzu, die den Schauspielern und Tontechnikern arge Kopfschmerzen bereitet. Genau gegenüber der Lagerhalle, vor der sich der Obdachlose ( Bjarne Mädel ) in dieser Einstellung mit den Polizisten Rocky (Adrian Topol) und Deniz (Erkan Acar) unterhalten soll, dröhnen Hammerschläge wie aus einem Maschinengewehr herüber.

Dann werden wie am Fließband Reifen gewechselt. Freundliche Hinweise aus den Reihen des Filmteams ignoriert der Firmenbetreiber offensichtlich bewusst. Immer dann, wenn ein paar Minuten Ruhe herrscht und die Truppe von „Mavie-Films“ weiterdrehen will, nimmt die Geräuschkulisse wieder zu. Gleichzeitig brummt ein Flieger irgendwo in den Wolken über Ahlen. Regieassistent Cornel Krizsan verdreht die Augen, weiß aber auch keinen Rat.

Besuch am Set von „Faking Bullshit“

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Nachvertonungen erforderlich

Also: Augen zu und durch. „Schon anstrengend, die Konzentration ist echt schwer“, sagt Bjarne Mädel, der sich in einer Drehpause auf dem Stuhl des Regisseurs eine Auszeit gönnt. „Wahrscheinlich müssen wir einiges nachvertonen“, gibt sich Regisseur Alexander Schubert lösungsorientiert. Irgendwann – die Schauspieler sprechen ihre Sätze zum x-ten Mal – ist auch diese Szene im Kasten. „Morgen läuft‘s entspannter“, macht Eric Sonnenburg dem Team Mut.

So kommt es auch. Mittwoch und Donnerstag wird in der Halle gedreht. Da sind die Umgebung und ihre Geräusche nicht maßgeblich. Nicht zuletzt darf es jetzt auch mal regnen. Nach einem Nachtdreh können alle Beteiligten so richtig durchatmen: Bis kommende Woche haben sie drehfrei.

Adrian Topol und Sanne Schnapp können sich allerdings nicht großartig ausruhen. Sie müssen für zwei Drehtage in den Schwarzwald reisen, wo sie parallel zum Ahlener Kinoprojekt für die TV-Kinderserie „Tiere bis unters Dach vor der Kamera stehen.

Wir freuen uns sehr über das Interesse, aber heute ist es doch etwas viel.

Producer Eric Sonnenburg

 

Dreharbeiten mit Bjarne Mädel

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