Kunstmuseum Ahlen
Die Anatomie eines Tanzes

Ahlen -

Um die Objekte des Künstlers Albert Merz dreht sich eine Veranstaltung im Ahlener Kunstmuseum – im wahrsten Sinne des Wortes.

Samstag, 19.10.2019, 11:48 Uhr
Die Kölner Tänzerin Sarah Bernhard setzt sich in einem eigens choreographierten Tanz mit den Motiven der Doppelbilder „Anatomie eines Tanzes“ auseinander.
Die Kölner Tänzerin Sarah Bernhard setzt sich in einem eigens choreographierten Tanz mit den Motiven der Doppelbilder „Anatomie eines Tanzes“ auseinander. Foto: Privat

Das Kunstmuseum lädt am Samstag, 26. Oktober, 16 Uhr zu einer Veranstaltung ein, in der Albert Merz im Mittelpunkt steht. Bilder und Objekte des Berliner Künstlers, der seit 1980 in Berlin lebt und arbeitet, sind derzeit in der Ausstellung „Zweisicht“ zu sehen.

Mit gegenständlichen Motiven, abstrakten Zeichen und konkreten malerische Aktionen kreist Albert Merz zeitlose Themen ein. Seine Kunst ist erzählerisch und geheimnisvoll zugleich. Der Künstler begibt sich auf die Spuren seiner eigenen Biografie und knüpft Verbindungen zu mythologischen Geschichten und zur aktuellen Lebenswelt.

Sarah Bernhard

Im ersten Programmpunkt der Veranstaltung reagiert die Kölner Tänzerin Sarah Bernhard in einem eigens choreographierten Tanz auf die Motive eines aus acht Doppelbildern bestehenden Zyklus mit dem Titel „Anatomie eines Tanzes“. Zu dieser Arbeit hatte Albert Merz 2011 ein Gemälde von Lucas Cranach d. Ä. über Salome und den Tod Johannes des Täufers inspiriert. Macht und Ohnmacht, Werden und Vergehen, Verirrung und die Blindheit sind die Inhalte dieser malerischen Geschichte, die nun im Tanz inmitten der Bilder einen besonderen Ausdruck gewinnen.

Dr. Heinz Stahlhut

Nach der Tanzvorführung spricht Albert Merz mit Dr. Heinz Stahlhut, der aus der Schweiz nach Ahlen kommt, über seine künstlerische Entwicklung und die Motive seiner Bilder: wie es dazu kam, dass er sich für Biografien und alte Geschichten interessiert, wie seine Symbole entstanden sind und welche Erfahrungen seine besonderen Interessen geprägt haben. Dr. Heinz Stahlhut, seit kurzem Leiter des Hans Erni Museums in Luzern, kennt die Kunst von Albert Merz gut. Der deutsche Kunsthistoriker hat in der Fondation Beyeler und am Museum Tinguely in Basel gearbeitet und war von 2008 bis 2013 Sammlungskurator an der Berlinischen Galerie. Der spannende Kunstnachmittag wird großzügig vom Förderkreis Kunstmuseum Ahlen unterstützt, der Eintritt in die Ausstellung und die Veranstaltung ist frei.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7009936?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
„Es wird neue Formen von Unfällen geben“
Verkehrsexperten fordern, statt auf Fahrassistenten zu warten, nahe liegende Maßnahmen zu ergreifen – wie ein Tempolimit auf der Autobahn.
Nachrichten-Ticker