SPD-Ortsverein Süd-Ost-Dolberg
Ein Haus zur Vorbereitung aufs Alltagsleben

Dolberg -

Es hat sich viel getan in der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Dolberg. Davon überzeugte sich der SPD-Ortsverein Süd-Ost-Dolberg.

Mittwoch, 23.10.2019, 14:17 Uhr aktualisiert: 23.10.2019, 16:38 Uhr
Nahmen viel Positives mit: Norbert Schwemmer, Serhat Ulusoy, Sophia Laura Maschelski-Werning, Frederik Werning, Uwe Maschelski, Ulla Woltering, Thomas Schürmeyer und Claudia Hansmeier-Maschelski vor dem neuen Unterstand.
Nahmen viel Positives mit: Norbert Schwemmer, Serhat Ulusoy, Sophia Laura Maschelski-Werning, Frederik Werning, Uwe Maschelski, Ulla Woltering, Thomas Schürmeyer und Claudia Hansmeier-Maschelski vor dem neuen Unterstand. Foto: Ralf Steinhorst

Der SPD-Ortsverein Süd-Ost-Dolberg hat am Dienstagnachmittag die Flüchtlingsunterkunft am Hermesweg besucht. Die Mitglieder ließen sich von Fachbereichsleiterin Ulla Woltering und Thomas Schürmeyer aus dem Fachbereich Soziales über den aktuellen Stand in der Unterkunft informieren.

„Es soll hier seit 2015 viel Positives passiert sein“, zeigte sich der Ortsvereinsvorsitzende Frederik Werning erwartungsfroh vor dem Rundgang. Wobei die bewohnten Zimmer der Privatsphäre wegen davon ausgeschlossen waren.

Platz für 120 Menschen

Thomas Schürmeyer blickte in seinen Ausführungen auf das Jahr 2015, dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise, zurück: „Die Vollbelegung von damals wollen wir alle nicht wieder.“ Das Haus sei zeitweise mit bis zu 160 Flüchtlingen belegt gewesen. Heute – nach den Umbaumaßnahmen, die mit neuen Außentreppen auch Brandschutzmaßnahmen umfassten – könnten hier maximal nur noch 120 Menschen wohnen. Tatsächlich aber will die Stadt nach Möglichkeit nur noch 50 dort unterbringen, weil die Erfahrung gezeigt hat, dass es so keine Streitereien mehr gibt. Auch in der Nachbarschaft habe es zuletzt keine Beschwerden mehr gegeben.

Zurzeit wohnen in der Unterkunft 32 Asylbewerber, bis zu fünf kommen derzeit im Durchschnitt monatlich nach. Maximal vier Monate sollen Neuankömmlinge in der Gemeinschaftsunterkunft wohnen und dann in Wohnungen in Ahlen ziehen.

Zur Ruhe kommen

Während in vielen Diskussionen die Abgeschiedenheit des Anwesens als integrationshemmend kritisiert wird, verteidigte Thomas Schürmeyer den Standort. „Die Menschen wollen hier erst mal ankommen, sie wollen Ruhe“, betonte er. Denn zum Einen fänden sie in der Unterkunft wesentlich mehr Geborgenheit als in den Landeseinrichtungen, wo sie zuvor waren. Zum Anderen sollen sie in verschiedenen Workshops auf ihr Leben in Deutschland vorbereitet werden. So könnten einige der Flüchtlinge beispielsweise nicht einmal mit einem Elektroherd umgehen, weil sie so ein Gerät aus ihrer Heimat gar nicht kennen.

In den vergangenen drei Jahren wurden 300 000 Euro in das Haus investiert. Zudem wurde für die Sicherheit und Übersicht das ganze Gelände eingefriedet. Ein neuer Unterstand auf der Rückseite des Hauses hat den Geräuschpegel zur Straße und damit zu den Nachbarn stark reduziert. Ein Lob sprach Ulla Woltering dem Förderverein für Flüchtlinge aus, der sich um die Menschen kümmert und sogar einen Bauwagen mit Kinderspielzeug organisiert hat.

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