Ortstermin Walther-Rathenau-Straße
Anwohner wünschen sich Spielgeräte ohne Dach

Ahlen -

Neue Spielgeräte ja, aber bitte ohne Dach. So weit der Wunsch von Anwohnern bei einem Ortstermin an der Walther-Rathenau-Straße.

Mittwoch, 23.10.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 23.10.2019, 16:38 Uhr
Die Anwohnerversammlung war gut besucht, entsprechend viele „Wunschpunkte“ wurden auf den Charts verteilt.
Die Anwohnerversammlung war gut besucht, entsprechend viele „Wunschpunkte“ wurden auf den Charts verteilt. Foto: Ralf Steinhorst

Mit der Anwohnerversammlung des Spielplatzes an der Walther-Rathenau-Straße ging die Reihe der Auftakttreffen zur Neugestaltung der anstehenden fünf Spielplatzsanierungen zu Ende. Die Jugendförderung der Stadt Ahlen hatte am Dienstagnachmittag die Kinder und Erwachsenen des Quartiers Hövenerort eingeladen, um deren Wünsche aufzunehmen, die dann in die Planung der neuen Spielgeräte mit einbezogen werden sollen.

„Alle Spielplätze in Ahlen, die älter als 15 Jahre alt sind, sollen saniert werden“, leitete Jugendförderer Markus Beckmann das gut besuchte Anwohnertreffen ein. Das sei auch eine Frage der Verkehrssicherheit. Der Spielplatz an der Walther-Rathenau-Straße hat das Alter bereits erreicht und besteht vorwiegend aus Holzspielgeräten. 50000 Euro stehen nun für diese Spielfläche für die Sanierung zur Verfügung.

Die Spielgeräte sollten kein Dach haben, sonst werden die Abende hier sehr lang.

Ein Vater

„Die Spielgeräte sollten kein Dach haben, sonst werden die Abende hier sehr lang“, spielte ein Vater auf den Aufenthalt von Jugendlichen in den späten Abendstunden auf dem Spielplatz an. Eine Auffassung, die Jugendförderung Annika Neumann aus Erfahrung stützen konnte: „Je weniger Regenschutz da ist, desto weniger halten sich Jugendliche dort auf“.

Spielgeräte mit Dach hätten die Anwohner lieber nicht. Sie animieren Jugendliche zum Aufenthalt in den Abendstunden, was Lärm verursacht.

Spielgeräte mit Dach hätten die Anwohner lieber nicht. Sie animieren Jugendliche zum Aufenthalt in den Abendstunden, was Lärm verursacht. Foto: Ralf Steinhorst

Aber auch eine Abzäunung zum entlanglaufenden Rad- und Fußweg erschien einigen Eltern sinnvoll, um Hunde besser von der Spielfläche verbannen zu können. Der Weg gab den Anwohnern außerhalb des eigentlichen Diskussionsthemas einen weiteren Ansprechpunkt, eine Beleuchtung wäre gerade für die Wintermonate wünschenswert. Auf der Spielfläche selbst würden mehr Abfalleimer das Müllproblem vermeiden.

Bei den Spielgeräten standen Turnstangen ganz oben auf der Wunschliste, gefolgt von Schaukeln und Hangelmöglichkeiten. Aber auch eine Kletterwand oder ein Klettergerüst, eine Tunnelrutsche und ein Karussell gehörten mit zu den meistgewünschten Ausstattungen. „Da ist einiges zusammengekommen“, stellte Markus Beckmann fest.

Die Stadt wird die Wünsche nun in ein Vorschlagskonzept einarbeiten, das mit den Anwohnern im Februar in einem weiteren Treffen besprochen werden soll. Die Neugestaltung des Spielplatzes soll im kommenden Herbst abgeschlossen sein, wenn die Planungen reibungslos verlaufen.

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