Rückbau an St. Marien
Kirchturm bis zum Advent wieder frei

Ahlen -

Die Seitenflügel sind wieder gerüstfrei. An den Turm von St. Marien geht‘s erst, wenn die Mobilfunkantenne vom Netz ist. Das kann noch dauern...

Mittwoch, 30.10.2019, 06:00 Uhr
Der eingerüstete Kirchturm von St. Marien gehört inzwischen schon zum Stadtbild. Seit August vergangenen Jahres ist er Baustelle.
Der eingerüstete Kirchturm von St. Marien gehört inzwischen schon zum Stadtbild. Seit August vergangenen Jahres ist er Baustelle. Foto: Ulrich Gösmann

Wenn die weißen Fahnen wehen, geht‘s dem Turm von St. Marien ans Gerüst. Die Firma Condor meldet sich in Ahlen zurück. Die Gerüstbauer begannen am Montag mit der Demontage dessen, was seit einem Jahr und zwei Monaten Ahlens höchsten Turm unter Verschluss hält. Am Dienstagnachmittag war allerdings auch schon wieder Schluss.

Knackpunkt: die Funkantenne für einen Mobilfunkanbieter weit oben im Turm. „Sie muss erst abgeschaltet werden. Sie strahlt stark krebserregend“, sagt Condor-Kolonnenführer Tim Steinbrügge . Mit einem Knopfdruck ist es jetzt nicht getan. Das beantragte Ticket dürfte zwei Wochen Vorlaufzeit haben, ehe in 70 Metern Höhe eingepackt werden kann. Doch dann geht‘s Schlag auf Schlag – Etage für Etage. Steinbrügge rechnet mit zwei Wochen, vielleicht auch etwas länger. Die Zeichen stehen aber gut, dass sich der Turm im Advent wieder sehen lassen kann.

Sie muss erst abgeschaltet werden. Sie strahlt stark krebserregend.

Tim Steinbrügge

Apropos: Die lange Renovierungsphase ist dem Bauwerk nicht auf Anhieb anzusehen. „Hier und da mal eine Stelle“, schickt der Gerüstbauer vorweg. Man müsse schon genauer hingucken.

Rückbau an den Seitenflügeln. Der Turm folgt in voraussichtlich zwei Wochen.

Rückbau an den Seitenflügeln. Der Turm folgt in voraussichtlich zwei Wochen. Foto: Ulrich Gösmann

Feuchtigkeitsschäden am Turm – drinnen wie draußen: „Es ist so schlimm, dass wir sanieren müssen“, hatte Hildegard Wonnemann, Verwaltungsreferentin der Stadtpfarrei, im August vergangenen Jahres für den mit 1,5 Millionen Euro veranschlagten Großauftrag angeführt. Im Gesamtpaket: eine Überarbeitung der Kupferverkleidung, neue Schieferplatten auf dem Dach und Instandsetzungsarbeiten an Fugen und Steinen – auch im Innern.

Die Arbeiten sind zwar schon seit Wochen abgeschlossen. Dass das Gerüst noch immer steht, macht Tim Steinbrügge am Bauboom fest. Es habe schlichtweg die Zeit gefehlt. Eigentlich hätte man jetzt komplett durchstarten wollen, doch dann habe die Antenne dazwischengefunkt. So beließen es die Gerüstbauer jetzt mit der Demontage der Seitenflügel – und des weißen Schutznetzes.

Der Vorhang lüftet sich.

Der Vorhang lüftet sich. Foto: Ulrich Gösmann

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