„Parents for Future“
Klimaschutz geht jeden etwas an

Ahlen -

Zu wenig los in Ahlen in Sachen Klimaschutz, findet Ludger Bruns. Er hofft auf Unterstützung seiner neuen Gruppe „Parents for Future“.

Montag, 04.11.2019, 14:58 Uhr
Auf mehr Zuspruch hoffen Ludger Bruns, Karin und Jürgen Arrenberg beim zweiten Treffen ihrer Gruppe „Parents for Future“ am heutigen Dienstag im Bürgerzentrum Schuhfabrik.
Auf mehr Zuspruch hoffen Ludger Bruns, Karin und Jürgen Arrenberg beim zweiten Treffen ihrer Gruppe „Parents for Future“ am heutigen Dienstag im Bürgerzentrum Schuhfabrik. Foto: Dierk Hartleb

Den Anfang hatte sich Ludger Bruns etwas leichter vorgestellt. Als er am vergangenen Dienstag zu einem ersten Treffen in die Schuhfabrik eingeladen hatte, fühlten sich nur Karin und Jürgen Arrenberg von seinem Aufruf zur Gründung einer Gruppe „Parents for Future“ angesprochen.

Angestachelt aktiv zu werden, fühlte sich Bruns durch die mangelnde Resonanz beim weltweiten Klimaaktionstag am 20. September, als überall junge Leute auf die Straße gingen – auch in Sendenhorst, Beckum und Warendorf. Nur in Ahlen: Fehlanzeige. Bruns kann sich dieses Desinteresse bei den Schülerinnen und Schülern nicht erklären, zumal es vor den Sommerferien eine Reihe von Aktionen gegeben hatte.

Für den Sonderschulpädagogen, der drei erwachsene Kinder hat, ist der Klimawandel Grund genug, sich zu engagieren. Die Folgen würden alle zu spüren bekommen, erklärt Bruns, und denkt dabei vor allem an seine Kinder und künftige Generationen. Ausreden wie, dass andere Länder wie China wesentlich mehr zur CO-Verschmutzung beitrügen, lässt Bruns nicht gelten. „Bei diesem Thema ist jeder gefordert, sein Leben zu verändern“, erklärt er.

Bei diesem Thema ist jeder gefordert, sein Leben zu verändern.

Ludger Bruns

So sehen das auch Karin und Jürgen Arrenberg, die sich von dem Aufruf angesprochen fühlten. Durch die aktuelle öffentliche Diskussion fühlt sich die Mutter von drei Kindern an 1986 erinnert, als ein Atomreaktor in Tschernobyl explodierte und auch über Deutschland radioaktiver Staub niederging. „Ich war damals in großer Sorge um die Gesundheit meine kleinen Kinder“, so Karin Arrenberg. Zusammen mit anderen habe sie eine Anti-Atomkraft-Gruppe ins Leben gerufen, die sich bis heute treffe.

Ihr Ehemann Jürgen kann sich noch gut an die ersten Alarmrufe in den 1970er-Jahren durch den „Club of Rome“ erinnern, der schon damals vor den Gefahren unkontrollierten Wachstuns gewarnt habe. Viele der Vorhersagen, auch über die Folgen einer globalen Erwärmung, seien inzwischen eingetroffen. Bei ihrem zweiten Treffen am heutigen Dienstag um 20 Uhr im Bürgerzentrum hoffen die Initiatoren auf mehr Resonanz.

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