Während des Abbaus:
Schlechterer Mobilempfang rund um St. Marien

Ahlen -

Der Gerüstabbau an St. Marien könnte Auswirkungen auf den Handyempfang haben. Vorübergehend wird der Sendemast im Turm abgestellt.

Mittwoch, 06.11.2019, 05:00 Uhr
Panoramablick im Regen: Die Firma Condor-Gerüstbau meldet sich zum Abbau zurück. Genussmomente verhagelt am Dienstagvormittag der Regen.
Panoramablick im Regen: Die Firma Condor-Gerüstbau meldet sich zum Abbau zurück. Genussmomente verhagelt am Dienstagvormittag der Regen. Foto: Ulrich Gösmann

Sollte der O2-Empfang rund um St. Marien in diesen Tagen ein schlechterer sein, dann könnte Aydemir Ekici dahinter stecken. Der Projektleiter der Firma Condor hat es in der Hand, ob die Empfangsbalken ausschlagen – oder nicht. Der Sendemast sitzt weit oben im Kirchturm. Und das frisch gedeckte Dach lässt sich nur entrüsten, wenn die Luft frei ist von hoch dosierter Strahlenbelastung.

Die Funkmastantenne – vier bis fünf Wochen Zeit habe sie ihn gekostet, sagt der Schichtführer. Hätte es die Freigabe zum Abschalten früher gegeben, wäre das Gerippe schon so gut wie weg. Was wohl auch dem Team von „Mavie Films“ gefallen hätte, um St. Marien für die laufende Kinoproduktion „Faking Bullshit“ mit auf die Leinwand zu bringen. Doch – leider zu spät.

Bis Weihnachten müsste alles weg sein.

Aydemir Ekici

Vier bis fünf Wochen soll der Abbau dauern, nachdem in der Vorwoche die Seitenflügel demontiert worden waren und einen noch längeren Aufschub vermuten ließen. „Bis Weihnachten müsste alles weg sein“, schätzt Aydemir Ekici. Eine noch lange Zeit, die für ihn eine kurze ist. Immerhin dauerte der Aufbau doppelt so lange, als sich im Sommer 2018 das Stahlkorsett bis auf 72 Meter Hahn-Höhe um Ahlens höchsten Turm legte. Passgenau. „Es gab viel zu überlegen, Lasten zu ermitteln. Und es musste vorgebohrt werden“, summiert der 46-Jährige den zeitlichen Mehraufwand. Und jetzt: „Einfach nur abbauen.“ Wobei zwischendurch noch einmal die Steinmetze hoch müssten. Für Restarbeiten. Zeitaufwendig auch die Aufzugfahrten. Bis zu 20 täglich – mit einer aktuellen Fahrzeit von viereinhalb Minuten für die einfache Tour. Das tägliche Auf und Ab summiert sich schnell auf drei Stunden reine Fahrzeit.

Der Schiefer hinter ihm ist neu: Aydemir Ekici auf dem Weg nach unten...

Der Schiefer hinter ihm ist neu: Aydemir Ekici auf dem Weg nach unten... Foto: Ulrich Gösmann

Seit Montag läuft die Demontage, die am ersten Tag vier Meter schaffen ließ. Das Condor-Team ist am Dienstag auf 52 Meter runter – und gerade in kritischer Höhe, wo der Funkmast dazwischenfunken würde, hätten es die Monteure nicht in der Hand. Die Lizenz zum Abschalten soll die Arbeiten noch bis Freitag begleiten. Danach sind die Klettermaxe von St. Marien auf sicherer Höhe. Nicht in der Hand haben sie allerdings den Regen, dem sie oben schutzlos ausgesetzt sind.

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