Neue Attraktion(en) und Tarife
Waterclimbing – Sprung mit Kick

Ahlen -

Mit einer Waterclimbing-Wand will die Bädergesellschaft Ahlen in die neue Freibad-Saison starten. Und mit neuen Tarifen.

Donnerstag, 07.11.2019, 15:00 Uhr aktualisiert: 07.11.2019, 17:21 Uhr
Vorgeschmack aufs Waterclimbing. Zum Saisonstart 2020 auch im Ahlener Freibad.
Vorgeschmack aufs Waterclimbing. Zum Saisonstart 2020 auch im Ahlener Freibad. Foto: Waterclimbing

Wem der Dreier nicht mehr zündet, um in Stimmung zu kommen: Ins Wasser geht‘s in Ahlens Freibad zum Saisonstart 2020 auch aus 4,50 Metern Höhe. Über die Waterclimbing-Wand. „Einfach hochklettern und reinfallen lassen. Das ist der Kick“, schickt Bäder-Geschäftsführer Hans Jürgen Tröger die Gebrauchsanweisung schon vorweg.

Ende August versprochen, Ende Oktober vom Aufsichtsrat genehmigt, lüftet der Bäderchef am Donnerstagmittag sein Geheimnis um das, was regionales Alleinstellungsmerkmal sein soll. Denn – Blick ins Umland: „Das hat im Moment noch keiner.“ Kosten: 70 000 bis 80 000 Euro. Ein Platz ist auch schon gefunden: Neben dem Sprungturm – einmal südlich ums Eck an der Sprunggrube.

Die Bädergesellschaft will in den Wintermonaten noch mehr Geld in den Standort am Bürgermeister-Corneli-Ring investieren. 250 000 Euro sind freigegeben, von denen der größte Posten mit 100 000 Euro in den Eingangsbereich fließt. Durchs enge Drehkreuz quälen, die große Tasche über das Gitter werfen – Musik von gestern. Der Eingangsbereich ist künftig nur noch Eingang. Mit deutlich größerem Drehkreuz. Raus geht‘s über die Heisenbachstraße. Mit dem großen Sandkasten liegt Fläche für ein weiteres Drehkreuz frei, durch das selbst noch Kinderwagen und Rollatoren passen sollen.

Setzen bei der Attraktivitätssteigerung des Freibades auf das Alleinstellungsmerkmal Waterclimbing-Wand: Hans Jürgen Tröger und Uwe Friedrichs.

Setzen bei der Attraktivitätssteigerung des Freibades auf das Alleinstellungsmerkmal Waterclimbing-Wand: Hans Jürgen Tröger und Uwe Friedrichs. Foto: Ulrich Gösmann

Bequemer auch der Aufenthalt auf der großen Wiese. Zum Saisonstart stehen 60 Pfand-Liegen bereit, die sich mit einem Zwei-Euro-Stück vom Stapel lösen lassen. Das Geld gibt‘s – wie beim Einkaufswagen – zum Schluss wieder zurück.

Ein schattiges Plätzchen wird sich – mit und ohne Liege – unter den neuen Sonnensegeln finden, die auf der Wiese Ersatz antreten für Kastanien und Pappeln, die sich in den vergangenen Jahren unfreiwillig verabschieden mussten.

Der Vollständigkeit halber auch das noch: Quadersteine auf der Terrasse hinter dem Planschbecken. Der Bereich war bereits zur Saison 2019 überarbeitet worden. Die neuen Bänke seien aber gern von jungen Badegästen genutzt worden, die sich auf die Rückenlehnen setzen, schmunzelt Tröger. Für die Jugend nun die lockere Sitzalternative auf Stein.

Höhere Eintrittspreise zum Saisonstart

„Attraktivitätssteigerung kostet ein bisschen was“, kommt der Bäderchef auf die neuen Eintrittspreise zu sprechen, die nach zwei konstanten Jahren angehoben werden. Eine Ausnahme machen die Kinder- und Jugendtarife. „Eine soziale Komponente“, betont der Geschäftsführer. Erwachsene werden künftig beim Einzelticket 40 Cent drauflegen müssen (4,40 Euro). „Unsere Zehnerkarte, am meisten gefragt, erhöht sich nur marginal“, wirft Prokurist Uwe Friedrichs ein. Mit einem Euro Aufschlag liegt sie dann bei 31 Euro. Die 100er-Karte erhöht sich um 50 auf 230 Euro und ist drei Jahre gültig.

Neue Preise auch im Saunadorf des Parkbads: Sie gelten bereits ab dem 1. Januar 2020. Die Einzelkarte erhöht sich – je nach Tag – um zwei bis drei Euro. Die 5er-Karte um zehn auf 100 Euro, die 10er-Karte um 20 auf 180 Euro. Günstiger geht‘s mit den Angebots-Zehnerkarten alle Jahre wieder im Advent.

Eine Option: ein Schwimmbecken im Teich des Saunadorfs.

Eine Option: ein Schwimmbecken im Teich des Saunadorfs. Foto: Ulrich Gösmann

Den neuen Sauna-Tarifen schickt Hans Jürgen Tröger die Nachricht auf weitere Investitionen gleich hinterher. Das Außenschwimmbecken soll nicht mehr lange auf sich warten lassen und findet Berücksichtigung im Wirtschaftsplan 2021. Für den Standort gebe es zwei Optionen: Integriert in den großen Naturteich oder auf der Wiese zwischen der Aroma- und neuen Aufgusssauna. „Die Anschlüsse liegen schon“, lässt Uwe Friedrichs wissen. Sie seien beim Bau des Parkbads bereits vorausschauend in die Erde gelassen worden.

Wir werden in diesem Jahr die 20 000-Besucher-Marke knacken.

Hans Jürgen Tröger

Dass sich Investitionen auszahlen, macht Hans Jürgen Tröger aktuell an der neuen Aufgusssauna fest: „Wir werden in diesem Jahr die 20 000-Besucher-Marke knacken.“ 18 000 waren angepeilt worden. „Sehr viele Besucher kommen inzwischen von Münster rüber. Wir sind klein, aber fein“, schließt der Bäderchef.

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