Theatergruppe „Spass op Platt“
Theaterspieler unterstützen ASB-Wünschewagen

Ahlen -

Die Theatergruppe „Spass op Platt“ spendet traditionell die Einnahmen aus der vergangenen Spielzeit. Diesmal unterstützen die Darsteller den Wünschewagen des ASB, der sterbenskranken Menschen letzte Herzenswünsche erfüllt.

Freitag, 08.11.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 08.11.2019, 11:10 Uhr
Die Einnahmen der vergangen Spielsaison spendete die Theatergruppe „Spass op Platt“ an den ASB-Wünschewagen aus Münster.
Die Einnahmen der vergangen Spielsaison spendete die Theatergruppe „Spass op Platt“ an den ASB-Wünschewagen aus Münster. Foto: pes

Es geht wieder los in der plattdeutschen Theatergruppe „Spass op Platt“. „Wir verbinden die Nennung des neuen Stücks immer mit der Spende der Einnahmen aus der vergangen Spielzeit“, sagt Gruppensprecherin Anne Boing . Diesmal hat sich die Gruppe für einen besonderen Dienst in der Region entschieden.

Einstimmig angenommen

„Unsere Regisseurin Ulla Naschert schlug den ‚Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes‘ vor“, ergänzt Boing. Der Vorschlag wurde gleich einstimmig angenommen, nach dem Naschert einen kurzen Abriss derer Tätigkeit gegeben hatte. Zur Übergabe der Spende in Höhe von 850 Euro kam ASB- und Wünschewagen-Mitarbeiter Günter Kemper. „Wir sind dazu da, um Menschen ihre allerletzten Wünsche zu erfüllen“, erklärte er. Was sich so trocken anhört, ist in Wirklichkeit ein ganz anders Ding. Kemper holte etwas aus: „Ein sehr zu Herzen gehender Wunsch für uns war der eines achtjährigen Jungen, der an Leukämie erkrankt war, der zur unbedingt zur Beerdigung seiner zwölfjährigen Schwester wollte, die an der gleichen Krankheit gestorben war, wollte.“

Wir sind dazu da, um Menschen ihre allerletzten Wünsche zu erfüllen.

Günter Kemper

Dabei betont der ASB-Mitarbeiter doch, dass die Arbeit beim Wünschewagen nur selten wirklich traurig dabei sei. „Denn Menschen, die als letzten Wunsch noch einmal die Nordsee sehen wollen, freuen sich darauf und sind deshalb auch gut drauf“, betont er. Dazu ist der Wagen mit aller nötigen Medizintechnik ausgestattet. So werden Menschen in der letzten Lebensphase noch einmal nach Hause gebracht, kommen an den Lieblingsort oder das Team hilft zu dem gewünschten Erlebnis. Der Wagen macht es möglich.

„Dat verrückte Testament“

Nach der Spendenübergabe und der sehr anrührenden Schilderung verriet Boing schließlich den Titel des neuen Stücks . „Dat verrückte Testament“ ist in Arbeit. die Proben haben bereits begonnen.

„Wir werden es wie immer Anfang Januar in der Aula des Städtischen Gymnasiums aufführen“, kündigte die Gruppensprecherin an. Bis dahin werde weiter wöchentlich geprobt, am Bühnenbild gewerkelt und nach Requisiten gesucht.

Weiter Informationen zum Wünschewagen im Internet unter www.wuenschewagen.de/westfalen

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