„Klein-Köln“ begrüßt Simplicissimus
Annabell I. legt fast einen Tauchgang hin

Vorhelm -

Ohne den Narrenpatron keine Session. Und so erweckten die „Klein-Kölner“ ihren Simplicissimus am Elften im Elften aus seiner Ruhephase. Helau!

Dienstag, 12.11.2019, 15:30 Uhr aktualisiert: 12.11.2019, 17:10 Uhr
Er ist wieder da! Die Tollitäten Dennis I. Leinkenjost), Annabell I. (Brockhues), Präsident Martin Labus, Pauline I. (Siebert) und Nick I. (Fährenkemper) (v. l.) feierten das Auftauchen des Simplicissimus.
Er ist wieder da! Die Tollitäten Dennis I. (Leinkenjost), Annabell I. (Brockhues), Präsident Martin Labus, Pauline I. (Siebert) und Nick I. (Fährenkemper) (v.l.) feierten das Auftauchen des Simplicissimus. Foto: Ralf Steinhorst

Jedes Jahr am Elften im Elften bewegt die Vorhelmer Jecken der Karnevalsgesellschaft „Klein-Köln“ die gleiche Frage: Wird der Simplicissimus aus den Hellbachfluten auftauchen und damit die nächste Session einläuten?

Zuletzt wurde der Frohsinnsbote am Aschermittwoch beim Abtauchen im Hellbachteich gesichtet. In froher Erwartung zogen die Karnevalisten daher am Montagabend nach altem Brauch vom Clubheim der TuS Westfalia Vorhelm zum Hellbachteich, um der Frage des Auftauchens von Simplicissimus auf den Grund zu gehen.

Bevor es aber soweit war, schließlich hatte die Uhr noch keine 19.11 Uhr geschlagen, begrüßte Präsident Martin Labus mit dem Spruch „,Klein-Köln‘ schlüpft in sein Narrenkleid, es grüßt die fünfte Jahreszeit!“ die Jecken.

Verwundert drehte in diesem Moment so mancher Jeck seinen Kopf, um Erklärung hilfesuchend, seinem Nachbarn zu. Irgendwie war der Spruch doch bekannt, aber woher? Der Präsident bemerkte das und gab auch gleich eine Erklärung: Vor langer Zeit wurde damit immer die Galasitzung eröffnet.

Weil der Uhrzeiger mittlerweile auf die traditionelle Auftauchzeit des Schelms vorgerückt war, sich in den Hellbachfluten aber noch nichts bewegte, schritt Prinzenmariechen Annabell I. (Brockhues) zur Tat, schnappte sich eine Flasche Schnaps und legte sich beim Anlocken so gefährlich über die Mauer, als wolle sie höchstselbst im Tauchgang den Simplicissimus dazu zwingen, seinen närrischen Dienst anzutreten. Letztlich aber reichte der Geruch der Schnapstropfen, die sich aus der Flasche in den Teich ergossen, um das Karnevalsmaskottchen zum Entsteigen aus dem Nass zu bewegen.

Schnaps diente den Narren als Lockmittel.

Schnaps diente den Narren als Lockmittel. Foto: Ralf Steinhorst

Erleichtert, dass der Sessionsbeginn nun gerettet war, versuchte Präsident Martin Labus den durchnässten Trunkenbold schon mal in Stimmung zu bringen: „Na, Simplicissimus, was hättest du jetzt lieber – einen Schnaps oder ein Küsschen vom Prinzenmariechen?“ Die Dunkelheit verschleierte, worauf die Wahl fiel.

Zum Abschluss ging es ins Hotel Witte, wo der Abend gesellig beim Suppenessen ausklang. Senatspräsident Günther Köhne stellte gleich zu Beginn seine beiden Senatorenkandidaten Sven Dylus und Timo Schwippe, zwei langinfizierte Karnevalisten, vor. Beide werden am 7. Dezember beim Senatorenessen getauft.

Klein-Köln schlüpft in sein Narrenkleid, es grüßt die fünfte Jahreszeit!

Martin Labus
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