Förderverein für Flüchtlinge
Geflüchtete brauchen weiter Hilfe

Ahlen -

Seit fünf Jahren gibt es den Förderverein für Flüchtlinge. Und der wird trotz sinkender Zahlen weiter gebraucht.

Mittwoch, 13.11.2019, 16:30 Uhr aktualisiert: 14.11.2019, 09:28 Uhr
Trafen sich anlässlich des fünfjährigen Vereinsbestehens zum Gedankenaustausch: Christa Bündgen, Angelika Knöpker, Klaus Dümmer, Gisela Lange und Heinz Reinhard.
Trafen sich anlässlich des fünfjährigen Vereinsbestehens zum Gedankenaustausch: Christa Bündgen, Angelika Knöpker, Klaus Dümmer, Gisela Lange und Heinz Reinhard. Foto: Peter Schniederjürgen

Sie haben allen Grund zu feiern, denn ihr Verein ist nun schon fünf Jahre alt: Die Gründungsmitglieder des Fördervereins für Flüchtlinge trafen sich am Dienstag zu einem gemeinsamen Essen und zum Erfahrungsaustausch. Denn der Verein hat in dem halben Jahrzehnt viel auf die Beine gestellt. Dabei hatte die Arbeit damals recht bescheiden begonnen, aber immer mit großen Ambitionen.

Anlass zur Gründung waren seinerzeit die Bedingungen in der Flüchtlingsunterkunft am Dolberger Hermesweg gewesen. Hier waren die Gründerväter und -mütter zusammengekommen. „Da das Haus voll belegt war, haben wir den Verein praktisch auf dem Flur des ehemaligen Bauernhofs gegründet“, erinnert sich die Vorsitzende Angelika Knöpker .

Seitdem ist viel geschehen. Im gleichen Haus richtete der Förderverein einen Frauenraum ein. Die Terrasse wurde ausgebaut und attraktiv gestaltet. Für die Unterhaltung der untergebrachten Menschen schaffte der Verein eine Satellitenanlage an, für die Kinder wurde ein Spielplatz mit einem Bauwagen angelegt. „Das alles konnten wir dank der großartigen Spendenbereitschaft der Bürger und Unternehmen umsetzen“, bedankt sich Angelika Knöpker.

Das alles konnten wir dank der großartigen Spendenbereitschaft ... umsetzen.

Angelika Knöpker

Heute betreibt der Verein noch immer monatlich den Spieltreff im Pauluszentrum, in der Flüchtlingsunterkunft am Hermesweg richtet Christa Bündgen ein Kaffeetrinken mit Flüchtlingen aus.

Dazu kommen zahllose kulturelle Veranstaltungen, die der Verein mit seinen Schützlingen besucht. „Wir wollen damit die Flüchtlinge in die Öffentlichkeit bringen und als Teil der Gesellschaft darstellen“, sagt Angelika Knöpker.

Allerdings hat der Verein einen signifikanten Rückgang der Spendenbereitschaft bemerkt. Seit 2015 würde es kontinuierlich weniger. „Ebenso sinkt leider die Akzeptanz in der Bevölkerung“, bedauert die Vorsitzende.

Der rührige Verein sieht eine seiner Hauptaufgaben darin, Widerstand gegen die zunehmende Ablehnung gegenüber Zuwanderern zu leisten, Werbung für Tole-ranz und Front gegen jede fremdenfeindliche Partei zu machen. „Wir freuen uns über die große Unterstützung die wir zu den Anti-AfD-Demos erfahren haben“, freut sich Angelika Knöpker deshalb auch. In Zukunft werde das weitergehen. So gehört der Verein zu den ersten Unterzeichnern des „Ahlener Appells“.

Natürlich sei die Unterstützung der Integration hier lebender Flüchtlinge immer noch oberstes Ziel. „Darum suchen wir noch immer dringend Paten“, appelliert Angelika Knöpker für weitere Unterstützung.

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