Einweihung
„Warenkorb“ hat wieder zu sich selber gefunden

Ahlen -

Weihe, Ehrungen und lobende Worte gab es zum Einstand des „Warenkorbs“ am neuen Standort. Und ein babylonisches Sprachgewirr.

Mittwoch, 13.11.2019, 19:00 Uhr
Zum Teil seit mehr als 20 Jahren sind die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die am Mittwoch geehrt wurden, für den „Warenkorb“ im Einsatz.
Zum Teil seit mehr als 20 Jahren sind die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die am Mittwoch geehrt wurden, für den „Warenkorb“ im Einsatz. Foto: Peter Schniederjürgen

Zwar ist er im neuen Domizil an der Zeppelinstraße schon geraume Zeit in Betrieb, doch fand im „Warenkorb“ die Einweihung im feierlichen Rahmen erst jetzt, am Mittwoch, statt. Im Beisein zahlreicher Gäste, Freunde und Förderer sowie der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter erhielt das Sozialkaufhaus der Caritas seinen offiziellen Segen durch Pfarrer Willi Stroband.

Doch ließ es der Geistliche nicht einfach beim Versprengen von Weihwasser bewenden. Zunächst scheuchte der Hirte seine Schäfchen durch ein babylonisches Sprachgewirr mit dem Lied „Gelobt sei der Herr – Halleluja“. Das ließ er nicht nur in Deutsch und Englisch, sondern ebenso in Russisch, Arabisch und sogar seiner „Lieblingssprache“ Finnisch erklingen. Keine leichte Aufgabe für die Zungen der Gäste. Dennoch bildete Stroband daraus einen recht wohlklingenden Kanon. In seinem eindrucksvollen Gebet zum Segen für die neuen Räume legte er die Bedeutung der Tätigkeiten der ehrenamtlichen Mitarbeiter auch im biblischen Sinne aus.

Dank an Unterstützer

Vor Willi Stroband bedankte sich der Caritas-Geschäftsführer für das Dekanat Ahlen, Heinrich Sinder , bei den Sponsoren und Förderern des „Warenkorbs“. „Ohne die häufigen und immer großzügigen Spenden könnten wir das hier gar nicht leisten“, sagte er. Denn schließlich hatten der aufwendige Umbau und die Renovierung der Räume nicht weniger als 60 000 Euro verschlungen. Der Umzug war nötig geworden, da der alte Standort an der Rottmann­straße vorne und hinten nicht mehr ausreichte. An der Zeppelinstraße stehen nun großzügige, helle Räume für Lager, Kühlung, Verkauf und mehr zur Verfügung. Auch für die Kleiderkammer von St. Josef ist im unteren Geschoss noch Platz. „Und ab Januar wird auch das Beratungsangebot ‚Das offene Ohr‘ hier vertreten sein“, freute sich Sinder. Nach einem turbulenten Jahr habe der „Warenkorb“ wieder zu sich selber und seinen Aufgaben gefunden, jetzt es gehe frisch motiviert weiter.

Rita Pöppinghaus-Voss, stellvertretende Bürgermeisterin, überbrachte die Glückwünsche der Stadt. „Sie leisten hier eine extrem wichtige und sicher auch oft herausfordernde Arbeit für das Gemeinwesen und den sozialen Frieden in der Stadt“, lobte die Kommunalpolitikerin die Mitarbeiter. Dabei betonte Pöppinghaus-Voss den Wert der ehrenamtlichen Arbeit. „Ohne die ging kam noch etwas in der Zivilgesellschaft“, hob die Vize-Bürgermeisterin hervor.

Ehrung der Mitarbeiterinnen

Damit kam es zum letzten Punkt des offiziellen Teils. Koordinatorin Elisabeth Wieland ehrte die langjährigen Mitarbeiterinnen. „Es ist einfach bewundernswert, wir haben noch Mitarbeiterinnen aus der Gründung des Warenkorbs vor 20 Jahren“, bemerkte sie. So wurden für über 20-jährige Mitarbeit, genauer 22 Jahre, Roswitha Gerdt und Agnes Koberg geehrt. Seit 20 Jahren ist Ulla Ebeling im Team. Gerlinde Oskamp, Bärbel Woestmann und Gertrud Koch sind seit 15 Jahren verlässlich dabei. Seit zehn Jahren halten Sophia Schwarte und Elke Holtkotte die Treue. „Alle sind nicht nur im Verkauf, sondern auch in zahllosen anderen Funktionen tätig, ohne die das hier nicht möglich wäre“, bedankte sich Elisabeth Wieland mit Blumensträußen. Rosen gab es für alle Mitglieder des Teams.

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