Dreharbeiten im Ratssaal
Jörg Schüttauf an Bergers Stelle

Ahlen -

Nach dem „Tatortreiniger“ Bjarne Mädel stand jetzt auch ein ehemaliger „Tatort“-Kommissar in Ahlen vor der Kamera für den Kinofilm „Faking Bullshit“. Der bekannte Schauspieler Jörg Schüttauf schlüpfte für drei kurze Szenen in die Rolle des Bürgermeisters der fiktiven Kleinstadt, deren einzige Polizeiwache geschlossen werden soll.

Donnerstag, 14.11.2019, 13:00 Uhr aktualisiert: 18.11.2019, 10:24 Uhr
Probe für die erste Szene mit Jörg Schüttauf als Bürgermeister im Ahlener Ratssaal. Regisseur Alexander Schubert (r.) ist zufrieden: „Genau so möchte ich das drehen.“
Probe für die erste Szene mit Jörg Schüttauf als Bürgermeister im Ahlener Ratssaal. Regisseur Alexander Schubert (r.) ist zufrieden: „Genau so möchte ich das drehen.“ Foto: Peter Harke

Während nebenan in der Stadthalle die Personalversammlung der Stadtverwaltung zu Ende ging und am Landgericht in Münster die Verhandlung über den weltberühmt gewordenen Mops Edda aus Ahlen begann, verwandelte sich Mittwochmittag der Ratssaal im Rathaus in ein Filmstudio. Es war der zweite Set an diesem 23. Drehtag für die Kriminalkomödie „Faking Bullshit“.

Ich habe die Rolle erst vor 24 Stunden angeboten bekommen.

Jörg Schüttauf

Zuvor hatte das Team um Regisseur Alexander Schubert bereits Außenaufnahmen vor dem Asia-Restaurant „Katana“ auf der Klosterstraße gemacht. Der Wechsel des Schauplatzes verzögerte sich um fast eine Stunde, so dass sich die Komparsen, die pünktlich zur Stelle waren, in Geduld üben mussten. Ralf Grote, stellvertretender Pressesprecher der Stadt, und Haustechniker Markus Eggert waren als „interessierte Bürger“ gecastet worden, „AZ“-Redakteur Christian Wolff „spielte“ sich selbst, er musste so tun, als würde er eifrig mitschreiben, was der „Bürgermeister“ sagte.

Am Rednerpult stand freilich nicht Dr. Alexander Berger , sondern der bekannte Schauspieler Jörg Schüttauf . In der ersten Szene verabschiedet er den Leiter der Polizeiwache 23, um deren drohende Schließung es in dem Film geht. Er habe die Rolle „erst vor 24 Stunden angeboten bekommen“, erzählte der mehrfache Grimme-Preisträger, und Alexander Schubert zuliebe spontan zugesagt. Seinen Text musste Schüttauf nicht auswendig lernen, sondern „nur“ möglichst realistisch vom Manuskript ablesen. Nach der Mittagspause am Catering-Bus auf dem Rathausparkplatz wurden noch zwei weitere Einstellungen mit ihm gedreht. Am Samstag soll die letzte Klappe für „Faking Bullshit“ fallen.

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