Pflege von Grünanlagen
Verstärkung für mehr Sauberkeit

Ahlen -

Die auffälligen gelben Schilder, mit denen der Verein „Ahlener Stadtbildmacher“ auf schmuddelige Ecken im öffentlichen Raum hinweist, können wohl bald wieder entfernt werden. Wie die Ahlener Umweltbetriebe mitteilten, wird in Kürze Abhilfe geschaffen.

Freitag, 15.11.2019, 15:00 Uhr aktualisiert: 15.11.2019, 17:10 Uhr
Die Verkehrsinsel vor der „Lidl“-Zufahrt an der Hammer Straße liegt eigentlich in Zuständigkeit des Landesbetriebs Straßen NRW. Dennoch wollen die städtischen Umweltbetriebe künftig auch hier verstärkt aktiv werden, wie Bernd Döding (M.) und Matthias Krätzig der Vorsitzenden des Vereins „Ahlener Stadtbildmacher“, Silke Büscher-Wagner (l.), beim Ortstermin mitteilten.
Die Verkehrsinsel vor der „Lidl“-Zufahrt an der Hammer Straße liegt eigentlich in Zuständigkeit des Landesbetriebs Straßen NRW. Dennoch wollen die städtischen Umweltbetriebe künftig auch hier verstärkt aktiv werden, wie Bernd Döding (M.) und Matthias Krätzig der Vorsitzenden des Vereins „Ahlener Stadtbildmacher“, Silke Büscher-Wagner (l.), beim Ortstermin mitteilten. Foto: Christian Wolff

Mit auffälligen gelben Schildern hat der Verein „Ahlener Stadtbildmacher“ vor einigen Tagen auf ungepflegte Verkehrsinseln und Grünanlagen aufmerksam gemacht (die „AZ“ berichtete). Die Stadtverwaltung nahm die Aktion zum Anlass, über ein neues Pflegekonzept zu informieren, das zur Jahreswende starten soll.

„Wir verstehen den Unmut“, nahm Bernd Döding , Leiter der Umweltbetriebe, den mahnenden Zeigefinger der Vereinsvorsitzenden Silke Büscher-Wagner zur Kenntnis. Seit anderthalb Jahren sei ein neues Konzept in einem dazu einberufenen Arbeitskreis beraten worden. „In vielen Fällen, wie hier an der Hammer Straße, sind wir aber eigentlich gar nicht zuständig.“ Die meisten Verkehrsinseln im Stadtgebiet liegen in der Straßenbaulast des Landesbetriebs Straßen NRW. Dennoch versuche die Stadt von der Jahreswende an, durch größere Kapazitäten mehr Verkehrsanlagen im Stadtgebiet sauber zu halten. „Dem Bürger ist es ja letztlich egal, wer zuständig ist“, hielt Büscher-Wagner fest. „Wichtig ist nur, dass wir ein schönes Stadtbild haben.“

Mit dem neuen Wirtschaftsjahr nimmt ein eigens dafür zusammengestelltes Team der Umweltbetriebe die Arbeit auf, um Straßenrandbereiche oder Verkehrsinseln dauerhaft zu pflegen. „Mit vier Leuten, einer Kehrmaschine und einem Pritschenwagen wird unsere Truppe unterwegs sein“, kündigt der Einsatzleiter für die Stadtreinigung, Matthias Krätzig, beim Ortstermin an. Auch eine leistungsfähige „Wildkrautbürste“ gehöre dann zum Portfolio des Teams, das durch eine zusätzliche Saisonkraft verstärkt werden soll. Nach dem Winterdienst gehe es los. „Wir wollen die Anlagen in einen vernünftigen Zustand bringen“, sagt Krätzig. Über die Kostenregelung werde man sich mit dem Landesbetrieb einigen müssen, ergänzt Döding.

So ganz aus der Pflicht entlassen will Silke Büscher-Wagner den Landesbetrieb jedoch nicht. Jeder Hauseigentümer sei verpflichtet, auf und vor seinem Grund und Boden für Ordnung zu sorgen, meint sie. Manchmal sei Pragmatik gefordert.

Gleichzeitig macht der Leiter der Umweltbetriebe auf die nicht zu unterschätzende Gefahr hin, der sich Straßenwärter bei Arbeiten an solchen Verkehrsinseln aussetzen. Wie Stadtsprecher Frank Merschhaus mitteilt, sind in den vergangenen fünf Jahren allein in Nordrhein-Westfalen 19 Straßenwärter im Dienst ums Leben gekommen. „Mal eben mit der Schüppe auf die Verkehrsinsel gehen und sauber machen, wie es sich manche vorstellen, geht nicht“, weist auch Matthias Krätzig auf die klaren Regeln hin. „Die erfordern die Sperrung der Straße für die Dauer der Reinigung.“ Einen halben Meter neben einem durchrauschenden 40-Tonner-Lkw Unkraut zu zupfen, sei verantwortungslos. Das Konzept sehe deswegen auch sehr frühe bzw. sehr späte Reinigungszeiten vor.

Wir wollen die Anlagen in einen vernünftigen Zustand bringen.

Matthias Krätzig
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7067402?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Münsters Schnäuzer auf Platz eins
Erst am Monatsende wird rasiert. Die Männer von „Münster‘s Finest“ lassen sich für die „Movember“-Bewegung einen Schnäuzer wachsen, um auf die Männergesundheit aufmerksam zu machen. Im nationalen Ranking bei den Spendengeldern belegen sie Rang eins.
Nachrichten-Ticker