Petra Pähler-Paul sauer
Schulstreit wird „immer bizarrer“

Ahlen„ -

Die Fraktionschefin der Grünen ist empört. Bürgermeister Dr. Alexander Berger und die CDU-Fraktions sorgten mit ihrem Vorgehen dafür, dass sich die Fronten beim Thema zweite Gesamtschule nur weiter verhärteten.

Freitag, 15.11.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 20.11.2019, 14:14 Uhr

„Ich bin fassungslos,“ erklärt die Vorsitzende der Fraktion der Bündnisgrünen im Rat, Petra Pähler-Paul, und verweist darauf, wie Bürgermeister Dr. Alexander Berger und die CDU-Fraktion mit dem Thema der geplanten Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule umgehen.

„Die Diskussion um die Frage der Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule nimmt immer bizarrere Züge an“, schreibt Petra Pähler-Paul in einer Stellungnahme. Nachdem Berger ein Jahr lang nicht in der Lage gewesen sei, Gespräche mit den Beteiligten zu führen und Kompromisse zu suchen, versuche er jetzt gemeinsam mit der CDU , alle anderen Fraktionen einschließlich der betroffenen Schulen zu instrumentalisieren. „Damit zerstören Dr. Berger, Matthias Harman und Peter Lehmann den letzten Rest von Vertrauen und Gesprächsbereitschaft bei den anderen Beteiligten“, stellt Pähler-Paul fest.

Strikte Vertraulichkeit

Zur Vorgeschichte führt sie aus, dass die Grünen am 31. Oktober und 5. November Gespräche mit verschiedenen Beteiligten zum Thema Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule geführt hätten. Ein weiterer Gesprächstermin sei für den 26. November vereinbart worden. „Ziel war es, die verhärteten Fronten aufzulösen und nach Lösungen zu suchen. Wir wollten verhindern, dass der Rat, die Bürger und die Schulen in einer sehr wichtigen schulpolitischen Entscheidung gespalten werden.“ Für alle Gespräche habe strikte Vertraulichkeit gegolten. „Die Grünen haben sich an diese Vereinbarung gehalten. Keine Pressegespräche, keine Stellungnahmen, keine Leserbriefe“, so Pähler-Paul.

Für den 12. November habe Harman überraschend alle Fraktionen kurzfristig zu einem Gespräch eingeladen. Diesem Ansinnen seien alle Fraktionen gefolgt. Eine Teilnahme des Bürgermeisters sei nicht vorgesehen gewesen. Erst auf ihre ausdrückliche Bitte hin, habe sich Dr. Berger bereiterklärt, an diesem Gespräch teilzunehmen.

Regelrecht erbost ist Pähler-Paul über die jüngsten Veröffentlichungen in den Medien. „Die der Presse zu entnehmende Aussage von Matthias Harmann und Peter Lehmann, die Initiative zu einem schulpolitischem Gipfelgespräch haben Matthias Harmann (CDU) und Petra Pähler-Paul (Grüne) ergriffen, ist eine Lüge. Viel befremdlicher ist jedoch, dass die CDU sich zu einem Gespräch äußert, das vertraulich war. Niemand hat die CDU zu einer solchen Pressemitteilung autorisiert. Dass dabei der Eindruck erweckt wird, die Grünen beteiligen sich an seiner solchen Intrige, ist eine bodenlose Unverschämtheit“, schreibt die grüne Fraktionschefin.

„Bürgermeister nicht erreichbar“

In dem Gespräch sei vereinbart worden, dass der Bürgermeister die Fraktionen unterrichte, welche Ergebnisse das Gespräch mit den Schulleitungen am 13. November erbracht habe, damit die Fraktionen die Ergebnisse in ihre Überlegungen einbeziehen können. Dr. Berger habe dies jedoch nicht getan. Die an ihn herangetragene Bitte, die Fraktionen an den Gesprächen mit den Schulleitungen zu beteiligen, habe er abgelehnt. Petra Pähler-Paul: „Für ein klärendes Gespräch, um das ich mich seit Tagen bemühe, ist der Bürgermeister nicht erreichbar.“

Statt mit größtmöglicher Transparenz werde mit Intransparenz, Halbwahrheiten, Falschbehauptungen gearbeitet. „Wer so handelt, sät Misstrauen und zerstört jegliche Kommunikation, nicht nur innerhalb der Politik, sondern auch unter den Schulen der Stadt“, sagt Pähler-Paul. Das Ergebnis sei verheerend. Ein weiteres Mal zeige sich, dass Dr. Berger und die CDU nicht an Lösungen interessiert seien, sondern auf der Suche nach der eigenen Profilierung. Mit eigener Unfähigkeit und mangelnder Sachkompetenz spalteten sie die Stadt.

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