SPD-Bürgerdialog
Sommerrodelbahn auf der Zeche?

Ahlen -

Für ihren dritten Bürgerdialog hatte sich die Ahlener SPD am Samstagvormittag die Themen Sport, Gesundheit und Freizeit unter dem Motto „Ahlen – freundlich und fair“ auf die Fahnen geschrieben. Der Einladung in das Vereinsheim der FSG Ahlen (Freizeit-Sport-Gemeinschaft) auf der Südenkampfbahn waren allerdings trotz breitgestreuter Einladung nur eine Handvoll Interessierte gefolgt. Wegen des zeitgleich laufenden SPD-Kreisparteitags in Warendorf war auch die hiesige SPD nur mit einem kleinen Aufgebot erschienen.

Montag, 18.11.2019, 14:00 Uhr aktualisiert: 18.11.2019, 14:20 Uhr
An drei Tischen wurden beim SPD-Bürgerdialog im FSG-Vereinsheim Verbesserungsvorschläge für das Sport- und Freizeitangebot sowie die Gesundheitsversorgung in Ahlen gesammelt.
An drei Tischen wurden beim SPD-Bürgerdialog im FSG-Vereinsheim Verbesserungsvorschläge für das Sport- und Freizeitangebot sowie die Gesundheitsversorgung in Ahlen gesammelt. Foto: Dierk Hartleb

Manfred Kreutz , der im Ahlener Osten bei der Kommunalwahl 2020 antritt, stellte die sportpolitischen Rahmenbedingungen vor. Mit 24 Millionen Mitgliedern in knapp 80 000 Vereinen sei der Sport in Deutschland die größte Bürgerbewegung, sagte Kreuz. Mit fünf Millionen Mitgliedern, die in über 18 000 Vereinen organisiert sind, stellt Nordrhein-Westfalen den größten Anteil. Auch Ahlen könne sich mit seinen 42 Sportstätten, die rund 4500 in Vereinen organisierten Mitgliedern zur Verfügung stünden, durchaus sehen lassen, führte Kreutz weiter aus, der das Engagement der Stadt lobte, die sich Pflege und Unterhaltung der Sportstätten rund 1,5 Millionen Euro im Jahr kosten lasse. An Zuschüssen stellt die Stadt den Vereinen pro Jahr 25 000 Euro zur Verfügung. Mit Erfolg habe die SPD darauf gedrungen, dass mit finanzieller Hilfe der Stadt Erstklässler kostenlos die Angebote der Vereine in Anspruch nehmen könnten.

An den drei vorbereiteten Tischen im FSG-Vereinsheim wurden im zehnminütigen Wechsel Kritik und Anregungen gesammelt und schriftlich festgehalten. Negativ wurde bei der Ahlener Gesundheitsversorgung registriert, dass der Apothekennotdienst nicht mehr gewährleiste, dass auch eine Apotheke in Ahlen geöffnet ist. Das Fehlen von einigen Facharztdisziplinen wurde ebenso bemängelt wie die Ausstattung mit Ärzten in der oft überlaufenen Notfall­aufnahme bzw. -praxis am St.-Franziskus-Hospital. Zudem wurden öffentliche Desinfektionsspender an neuralgischen Punkten und eine Verstärkung der gesundheitlichen Prävention in den Schulen gefordert.

Die Sportvereine sollten mehr Möglichkeiten erhalten, sich direkt in den Schulen vorzustellen, lautete ein weiterer Vorschlag. Bemängelt wurde, warum angeblich mittwochs im Parkbad kein Breitenschwimmen möglich sein soll. Zur Attraktivitätssteigerung des Zechengeländes wurde eine Sommerrodelbahn ins Spiel gebracht.

Bei der Frage nach Ballettübungsmöglichkeiten wurde deutlich, dass sich längst nicht alle Angebote, die es bereits in Ahlen gibt, herumgesprochen haben. Im „Freiraum“ in der Alten Molkerei an der Friedenstraße ist zum Beispiel die Ballettschule Moder­egger untergebracht.

Alle Vorschläge werden gesammelt, versicherte der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Sebastian Richter, und sollen in ein Programm zur Kommunalwahl einfließen. Am 26. Januar soll sich ein SPD-Stadtparteitag damit beschäftigen, auf dem auch der Bürgermeisterkandidat vorgestellt werden soll.

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