Deelenabend auf Hof Berkhoff
Zeitreise in die Romantik

Tönnishäuschen -

Im Zeichen der Musik, begleitet von informativen Wortbeiträgen, stand am Samstagabend der Deelenabend auf dem Hof Berkhoff in Tönnishäuschen.

Dienstag, 19.11.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 19.11.2019, 18:18 Uhr
Das Ensemble: Robert und Isabelle Weinsheimer, Wolfgang Weil, Shushan Hunanyan, Komponist Richard Wagner im Beethoven T-Shirt, Claudia von Felbert, Brigitte Biesler und Beate Berkhoff (stehend v.l.) sowie Michaela Burghard (sitzend).
Das Ensemble: Robert und Isabelle Weinsheimer, Wolfgang Weil, Shushan Hunanyan, Komponist Richard Wagner im Beethoven T-Shirt, Claudia von Felbert, Brigitte Biesler und Beate Berkhoff (stehend v.l.) sowie Michaela Burghard (sitzend). Foto: Ralf Steinhorst

Eine musikalische und literarische Zeitreise von der Renaissance bis in die Neue Zeit präsentierte Claudia von Felbert mit ihrem Ensemble am Samstagabend in der Tenne von Hof Berkhoff. Überwogen in den jährlichen Aufführungen bisher die musikalischen Elemente, kam dieses Mal auch der literarische Teil nicht zu kurz.

„Die Deelenmusik ist ja mittlerweile ein traditioneller Abend“, begrüßte Gastgeber Henrich Berkhoff die Gäste und insbesondere „Intendantin“ Claudia von Felbert, welche die jährlichen Aufführungen inszeniert. Auch dieses Mal solle es eine Zeitreise durch kulturgeschichtliche Epochen geben, wobei die Aufklärung und Romantik im Vordergrund stehen würden, betonte sie.

Heimatlich aber war der Einstieg, als Hausherrin Beate Berkhoff mit einem Gedicht von Augustin Wibbelt künstlerisch in den Abend einführte. Wie ein roter Faden zog sich dann die musikalische Komponente mit Sängerin Claudia von Felbert und ihrem Begleiter Robert Weinsheimer am Piano durch den Abend, von Richard Strauß, Johann Wolfgang von Beethoven über Franz Schubert bis hin zu Guiseppe Verdi .

Den literarischen roten Faden gestaltete Michaela Burghard mit Gedichten von Heinrich Heine bis Joseph von Eichendorff.

Obwohl Henrich Berkhoff in seiner Begrüßung darum bat, erst an den Enden der beiden Aufführungsteile zu klatschen, wurde dagegen schon beim ersten Auftritt der zehnjährigen Cellistin Isabelle Weinsheimer, die von Shushan Hunanyan am Piano begleitet wurde, verstoßen. Ihr Spiel der „Tarantella“ von Daniel von Goens begeisterte einfach zu sehr. Aber auch Brigitte Biesler mit ihren Querflöte-Soli nahm das Publikum mit.

Besonders die zehnjährige Isabelle Weinsheimer begeisterte das Publikum mit ihrem Spiel auf dem Cello.

Besonders die zehnjährige Isabelle Weinsheimer begeisterte das Publikum mit ihrem Spiel auf dem Cello. Foto: Ralf Steinhorst

Die Unterschiede zwischen Aufklärung und Klassik gegenüber der Romantik hatte dagegen Wolfgang Weil aufgearbeitet. „In der Romantik spielten das Gefühl, die Fantasie und der Glaube eine große Rolle, in der Aufklärung war es die Vernunft“, legte er dar: „Die Aufklärung war bahnbrechend, es begann die Zeit der Naturwissenschaften.“

Mit der „Stride La Vampa“ von Guiseppe Verdi, gesungen von Claudia von Felbert, ging die kulturgeschichtliche Zeitreise nach über zwei Stunden zu Ende.

In der Romantik spielten das Gefühl, die Fantasie und der Glaube eine große Rolle.

Wolfgang Weil
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