Jennifer Hartmann will Café retten
Für Unterstützer backt sie einen Kuchen

Ahlen -

Crowdfunding kommt aus dem Englischen und heißt Gruppenfinanzierung. Genau das beabsichtigt derzeit Jennifer Hartmann, Betreiberin des Café „Stubs“ am Marktplatz.

Dienstag, 19.11.2019, 14:40 Uhr aktualisiert: 19.11.2019, 18:18 Uhr
Jennifer Hartmanns Café am Marktplatz ist in finanzielle Schieflage geraten.
Jennifer Hartmanns Café am Marktplatz ist in finanzielle Schieflage geraten. Foto: Peter Schniederjürgen

Der Gastronomiebetrieb befindet sich seit dem 6. November in der vorläufigen Insolvenz (die „AZ“ berichtete). Der Geschäftsbetrieb läuft aber weiter, wie der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Moritz Sponagel aus Gütersloh mitgeteilt hat. Arbeitnehmer sind davon nicht betroffen.

„Durch die Marktbaustelle und Schwierigkeiten mit den Nachbarn bin ich in eine finanzielle Schieflage geraten, da ich mein Konzept zum Auffangen der Umsatzeinbußen nicht umsetzen durfte“, erhebt Jenny Hartmann Vorwürfe. Wie berichtet, wollte sie neben dem Cafébetrieb auch einen Kneipenausschank etablieren, was letztlich nicht genehmigt wurde. Doch Aufgeben sei nicht ihr Ding, sagt sie im Gespräch mit unserer Zeitung.

„Mir kam die Idee mit dem Crowdfunding. Nun kann ich nicht etliche Anteile meines Geschäfts herausgeben, doch wer mitmacht, bekommt einen Kuchen“, lautet ihr Angebot. Und das ziehe schon gut. Außerdem bekommt die Wirtin noch Unterstützung durch das Atelier „Krikelakrak“ von Nicole Pollmeier. „Sie hat auf ihrer Internetseite PDF-Dateien von Plakaten hinterlegt, die man sich für 20 Euro herunterladen kann“, erklärt Jennifer Hartmann . Im Café gebe es auch noch Karten als Erinnerung an diese nicht einfache Zeit.

„Ich will keine Almosen. Für alles, was ich bekomme, gebe ich auch etwas zurück“, betont die Unternehmerin, die ihre Existenz bedroht sieht. Doch sie ist guter Dinge, dass sie mit Hilfe vieler treuer Stammgäste das Café „Stubs“ retten kann. Über 800 Euro seien schon zusammengekommen. Wenn jeder der 390 „Facebook“-Freunde des Café „Stubs“ gut 20 Euro spendete, wäre sie völlig aus dem Schneider, meint Hartmann.

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