Versammlung der CDU Vorhelm
Große Halle erst mal vom Tisch

Tönnishäuschen -

Die geplante Mehrzweckhalle, die Wiederanbindung des Wibbeltdorfes ans Schienennetz und die Wahlen zur Kreisvertreterversammlung standen jetzt im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung der CDU-Ortsunion Vorhelm.

Mittwoch, 27.11.2019, 13:04 Uhr aktualisiert: 27.11.2019, 16:54 Uhr
Mal in anderer Atmosphäre trafen sich die Mitglieder der Ortsunion Vorhelm: Auf der Deele des Hofes Berkhoff-Beumer wurde in gemütlicher Runde vor dem Kamin über aktuelle Themen diskutiert.
Mal in anderer Atmosphäre trafen sich die Mitglieder der Ortsunion Vorhelm: Auf der Deele des Hofes Berkhoff-Beumer wurde in gemütlicher Runde vor dem Kamin über aktuelle Themen diskutiert. Foto: Ralf Steinhorst

In eher ungewohnter Umgebung hat sich am Dienstagabend die CDU Vorhelm zu einer Mitgliederversammlung getroffen. Der stellvertretende Ortsunionsvorsitzende Henrich Berkhoff stellte dazu die Deele seines Hofes an der Warendorfer Straße zur Verfügung.

Im Mittelpunkt des Abends standen die Delegiertenwahlen zur kommenden Kreisvertreterversammlung und aktuelle lokale Themen. „Wir wollten das Ganze einfach mal in eine Runde am Kamin verlagern“, begrüßte der Ortsunions-Vorsitzende Hubertus Beier die Teilnehmer und blickte kurz auf die zurückliegenden Monate. Die seien schwer gewesen, denn der Tod von Anke Schwarte, die sich nicht nur politisch, sondern über Jahre hinweg auf vielen Feldern im Dorf engagiert hat, habe die Ortsunion schwer getroffen.

Zu den Kreisvertreterversammlungen, die aus technischen Gründen beide am 30. März 2020 nacheinander stattfinden, wurden jeweils Hubertus Beier, Henrich Berkhoff, Ludger Diekmann und René Rieckmann, neuer Direktwahlkandidat für den Stadtrat, gewählt. Die Wahlleitung hatte Thomas Kras übernommen. In den Versammlungen werden zum einen die Bewerber für die Landrats- und Kreistagswahl, zum anderen die Vertreter zur Vertreterversammlung zur Aufstellung der Bewerberliste für die LWL-Verbandsversammlung gewählt.

Eigentlich wollte die CDU beim Thema „Neue Mehrzweckhalle für Vorhelm“ zum Jahresende erste Ergebnisse erreicht haben. Des Themas angenommen hatte sich die Interessengemeinschaft Vorhelmer Vereine und Verbände (IG VVV), die mehr als 80 Ideen eingebracht hat. Nach zwei Treffen mit der Verwaltung gestaltet sich das Thema jedoch schwierig. Eine große Halle würde Schätzungen zufolge 3,5 Millionen Euro kosten und wäre damit zu teuer. Auch die Standortfrage gestaltet sich kompliziert, sie wäre höchstens am Sportplatz beziehungsweise am Nachtkamp möglich. „Die große Lösung ist nicht da und wir müssen sehen, was stattdessen eine Lösung für Vorhelm sein könnte“, sah Hubertus Beier eine eher kleinteilige Umsetzung mit Versammlungsräumlichkeiten für bis zu 100 Personen oder der Erweiterungsmöglichkeit durch ein Zelt, wie es bis zur Schließung des Gasthauses Pelmke möglich war.

Hubertus Beier, René Rieckmann, Henrich Berkhoff und Ludger Diekmann werden als Delegierte an den Kreisvertreterversammlungen teilnehmen.

Hubertus Beier, René Rieckmann, Henrich Berkhoff und Ludger Diekmann werden als Delegierte an den Kreisvertreterversammlungen teilnehmen. Foto: Ralf Steinhorst

CDU-Kreisgeschäftsführer Martin Arnst gab einen kurzen Bericht vom CDU-Bundesparteitag, den er mit 500 Anträgen als „Arbeitsparteitag“ bezeichnete, bei dem es nicht um Personalfragen ging. Beim Thema Infrastruktur will sich die Ortsunion sowohl dem Bahnhofsthema auf der Strecke Hamm-Berlin als auch dem Bahnhofsanschluss Tönnishäuschen auf der WLE-Strecke Münster-Warstein annehmen. „Infrastruktur ist auch Wirtschaftsförderung. Wir müssen beim ÖPNV attraktiv sein“, betonte Henrich Berkhoff. Eine Wiederanbindung der Haltepunkte an den Personenverkehr begrüßten die Mitglieder jedenfalls.

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