Fraktion lehnt Unwandlung ab
CDU gegen zweite Gesamtschule

Ahlen -

Die CDU sagt Nein zur Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule.

Freitag, 29.11.2019, 11:24 Uhr
Nach dem Willen der CDU-Fraktion soll die Sekundarschule nicht, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, in eine zweite Gesamtschule umgewandelt werden.
Nach dem Willen der CDU-Fraktion soll die Sekundarschule nicht, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, in eine zweite Gesamtschule umgewandelt werden. Foto: Ulrich Gösmann

Das beschloss die Ratsfraktion am Mittwochabend nach intensiver Beratung. In einer am Donnerstag schriftlich verbreiteten Erklärung heißt es dazu:

„Wir haben es uns wahrlich nicht leicht gemacht, wir haben alle betroffenen Schulparteien angehört und bis zuletzt auf einen Schulkonsens gehofft“, so der Schulausschussvorsitzende Matthias Harman . Man bedauere, dass die Bemühungen des Bürgermeisters und des Vorsitzenden des Schul- und Kulturausschusses in dieser Hinsicht keine Früchte getragen hätten. Schlussendlich habe für die CDU-Fraktion die Gefährdung des Städtischen Gymnasiums und der Overbergschule ge­genüber den eventuellen Vorteilen einer Umwandlung überwogen.

„Der Wunsch vieler Ahlener Eltern, ein städtisches Gymnasium oder eine Hauptschule für ihr Kind auszuwählen, ist ebenso zu berücksichtigen wie der oftmals genannte Elternwille nach einer Gesamtschule“, stellt der Fraktionsvorsitzende Peter Lehmann fest. Generell gehe die CDU-Fraktion eher davon aus, dass die hohe Ablehnungszahl an der Fritz-Winter-Gesamtschule mehr auf den Ruf der Schule zurückzuführen sei als auf die Schulform. „Für eine weitere gymnasiale Oberstufe reicht nach unserer Auffassung schlichtweg das Potenzial an angehenden Abiturienten nicht aus“, erklärt Lehmann.

Für eine weitere gymnasiale Oberstufe reicht nach unserer Auffassung schlichtweg das Potenzial an angehenden Abiturienten nicht aus.

Peter Lehmann

Die Zahl der Schüler mit Befähigung für den Besuch der gymnasialen Oberstufe sinke sogar. Zugleich verstehe die CDU-Fraktion die Wünsche der Lehrer und Schüler an der Sekundarschule, deren gute Arbeit es intensiver zu unterstützen gelte. Daher strebe die CDU-Fraktion in Abstimmung mit der Sekundarschule und der Verwaltung Maßnahmen an, die die Attraktivität der Schule erhöhen, aber unterhalb einer Umwandlung.

Mit der Entscheidung der CDU gegen eine zweite Gesamtschule richtet sich der Fokus auf die kleinen Fraktionen, die im Rat am 12. Dezember das Zünglein an der Waage sein könnten. Auch der von SPD-Fraktionschefin Gabi Duhme angekündigte Antrag auf geheime Abstimmung könnte sich auf die Mehrheitsverhältnisse auswirken. Der Beschluss der CDU-Fraktion fiel nach Informationen unserer Zeitung nicht einstimmig.

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