Advent rund ums Heimatmuseum
Kleiner Markt großartig gemütlich

Ahlen -

Je kleiner, je gemütlicher. Scheint auch für den Weihnachtsmarkt rund ums Ahlener Heimatmuseum zu gelten. Der ist am Sonntagabend allerdings auch schon wieder weg.

Sonntag, 01.12.2019, 16:02 Uhr
Der Platz vor dem Heimatmuseum mit seinen Gastro-Hütten war am Wochenende Treffpunkt für viele Besucher.
Der Platz vor dem Heimatmuseum mit seinen Gastro-Hütten war am Wochenende Treffpunkt für viele Besucher. Foto: Ralf Steinhorst

Mit dem Weihnachtsmarkt am Heimatmuseum wurde am Wochenende auch in Ahlen die Adventszeit eingeläutet. Wer noch Geschenke oder Dekoration im Kunsthandwerk gesucht hat, war dort genau richtig.

„Letzte Woche im Elisabeth-Tombrock-Haus war das der Renner“, bot Erika Kuntze Rollatortaschen ganz neu in ihrem Programm an. Die werden am Körper getragen und nicht mehr ins Körbchen gelegt und sind damit sehr viel diebstahlsicherer. Dabei war sie nur zufällig darauf gestoßen, als sie im Vorjahr darauf angesprochen wurde. Im Internet schaute sie dann, wie sie aussehen und nähte sie aus aussortierten Stoffen nach. Damit ist jede Tasche ein Unikat.

Standnachbarin Lieselotte Stefanyshin war mit 94 Jahren die sicher älteste Verkäuferin in den Räumlichkeiten des Heimatmuseums. „Einmal groß, einmal klein, passend mit Spiegel“, bot sie getöpferte Hüte als Dekoration an. Auch Socken lagen auf dem Verkaufstisch, die sie immer noch selbst strickt. „So hält sie sich fit“, bekommt die agile Seniorin kräftig Unterstützung von ihrer Tochter Birgit Spreemann.

Adventliches Heimatmuseum

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Mit „Ahlens schönste Seiten“ blickten Künstler Martin Hatscher und Mechthild Massin mit dem neuen Jahreskalender für 2020 in die Zukunft. Drin steckten verschiedene Ahlener Fotomotive von Ahlener Fotografen, die als Weihnachtsgeschenk sicher ansprechend waren. Martin Hatscher hat seinen Zeichnungen eine neue Variante spendiert, nämlich als Magneten. „Das haben wir das erste Mal gemacht, zunächst mit fünf Motiven“, hatte er sich Inspiration von anderen Künstlern geholt, die mit Magneten schon sehr erfolgreich unterwegs sind.

Eine Schürze für eine Weinflasche zur Deko? „Sieht doch schöner aus, als wenn man eine Flasche so verschenkt“, geben Christa Wolf die Verkaufserfolge recht. Wann die Idee dazu kam, weiß sie nicht mehr. Irgendwann mal. Aber auch ihre künstlerischen Streichholzschachteln sind Verkaufsschlager, genauso wie die „Bergaufseife“, die die Kumpels von der Zeche noch bestens kennen und heute eigentlich nicht mehr erhältlich sind. Außer bei Christa Wolf.

Für Samstagmittag läuft es erstaunlich gut.

Christiane Markenbeck

Eingemachte Spezialitäten, Liköre oder eingelegtes Gemüse waren in der Hütte von Christiane Markenbeck erhältlich. „Für Samstagmittag läuft es erstaunlich gut“, hatte sie die Besuchsfrequenz analysiert.

Leerlaufzeiten gab es für Holz- und Drechselkünstler Ludger Steven in seiner Hütte nicht: „Wenn Besuchslücken da sind, wird an der Drechselbank gedrechselt“. Süße Igel aus Kiefernzapfen kamen dabei heraus. Wer mal so richtig zeigen will, dass er Ahlen mag, war bei Silvia und Angela Wahl richtig. Leuchtflaschen, Schutzengel und auch Laternen gab es bei ihnen, darunter auch die „I love Ahlen“-Laterne. Wer sie am Wochenende verpasst hat, macht nichts. Auf dem „Ahlener Advent“ werden sie auch dabei sein.

Schön, klein und überschaubar.

Johannes Kohlstedt

Für weihnachtliche Klänge sorgte der Evangelische Posaunenchor passend in gastronomischer Umgebung auf dem großen Vorplatz des Heimatmuseums. „Für den guten Zweck“, hieß es dort an allen Gastro-Hütten nicht nur bei Markus Beckmann und seinen Mitstreitern vom Lions-Club, der so speziell für Kinder- und Jugendprojekte Umsatz machte. So war am Ende das zufriedene Urteil von Weihnachtsmarktbesucher Johannes Kohlstedt symptomatisch: „Schön, klein und überschaubar“.

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