Kletterer in alter Waschkaue
Gut für die Knochen – und den Rücken

Ahlen -

Seinen ersten Geburtstag auf der Zeche Westfalen feierte das Team der Kletterkaue „Rock Vibes“ mit einen Tag der offenen Tür und freien Kletterkursen für Einsteiger.

Montag, 02.12.2019, 16:29 Uhr
Sophia und Maximilian erkunden den Boulderbereich der Kletterkaue, die seit einem Jahr unter dem Namen „Rock Vibes“ firmiert.
Sophia und Maximilian erkunden den Boulderbereich der Kletterkaue, die seit einem Jahr unter dem Namen „Rock Vibes“ firmiert. Foto: Peter Schniederjürgen

Ein paar Gewinnspiele für technische Kletterutensilien gibt‘s zwar obendrein, aber der Schwerpunkt liegt – wie an jedem anderen Klettertag – ganz einfach auf der guten Stimmung, die in der Halle herrscht. „Das liegt vermutlich an der kameradschaftlichen Atmosphäre, denn Klettern ist eben ein Teamsport“, überlegt Garry Bilton am Sonntag. Er ist mit Daniel Venne Geschäftsführer und Betreiber der Kletterhalle, die vor einem Jahr die Nachfolge von „Big Wall“ angetreten hat. Und er ist kompetenter Partner in allen Fragen rund um den buchstäblich aufstrebenden Sport.

In der alten Waschkaue des früheren Bergwerks treffen sich zahllose Kletterer aus der ganzen Region. So auch Marlis Brox und Jürgen Bleimund aus Drensteinfurt. „Das ist unser beliebter Sport im Winter“, sagt Bleimund. Im Sommer ist das Paar mit dem Motorrad unterwegs, in der kühleren Jahreszeit geht’s dann gern in die Kletterhalle. „Dieser Sport ist einfach gut für die Knochen – und besonders den Rücken“, findet Marlis Brox. „Recken und Strecken, das ist eine Wohltat fürs Skelett.“ Greifen und Festhalten kräftige die Muskeln. „Für mich ist das ein Rundum-Fit-Paket“, zwinkert die 56-Jährige und klickt die Sicherungsleine ein. Die verbindet sie sicher mit ihrem Partner Bleimund. Er blickt ihr nach, wie sie zielsicher nach den Griffelementen in immer schwindelerregenderer Höhe greift. „Das Tolle ist, dass es ein gänzlich ungefährlicher Sport ist“, sagt der 61-Jährige. Er ist fest davon überzeugt: „Hier kann nichts passieren.“ Vorausgesetzt, man halte sich an die Sicherheitsanweisungen. „Und wenn es dann noch einen Überhang hoch geht, kann man sich nicht mal mehr stoßen“, freut er sich. Dann falle man direkt ins Sicherungsseil und kann nicht mit dem Körper gegen Wände oder Griffelemente stoßen.

„Wir sind extra zum Tag der offenen Tür hier“, blickt „AZ“-Leserin Irma Baum ihren Sprösslingen nach. Denn Sophia (6) und Maximilian (4) erobern gerade den Boulderbereich. Hier kann in überschaubarer Höhe ohne Sicherung geklettert werden. „Das ist das Kletterparadies der Kinder.“ Davon machen die beiden Steppkes auch ausgiebig Gebrauch. „Das ist so toll. Ich hoffe, wir kommen wieder“, freut sich Jungkletterin Sophia und nimmt mit Bruder Maximilian die nächste Wand in Angriff.

Das ist unser beliebter Sport im Winter.

Jürgen Bleimund
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