Stadt verdoppelt Anlagen
Mehr mobile Messstationen

Ahlen -

Die Stadt Ahlen verdoppelt die Zahl ihrer mobilen Geschwindigkeitsmessanlagen. Eine steht demnächst vor den Freckenhorster Werkstätten, um Raser zu bremsen.

Dienstag, 03.12.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 04.12.2019, 10:12 Uhr
Davon demnächst mehr im Stadtgebiet.
Davon demnächst mehr im Stadtgebiet. Foto: Wolff

Aus zwei mobilen Geschwindigkeitsmessanlagen werden jetzt vier. Die Initialzündung lieferte ein Antrag der SPD-Fraktion am Montagabend im Stadtplanungs- und Bauausschuss, der bei der FWG die Forderung nach mehr nach sich zog.

Auslöser und Gegenstand des Antrags: die Freckenhorster Werkstätten im Gewerbegebiet Am Vatheuershof. Direkt davor die Straße Am Neuen Baum. Obwohl als Tempo-30-Zone ausgewiesen, komme es im Zuwegbereich permanent zu erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen. Daraus leitet die SPD die Forderung nach einer dauerhaft installierten Geschwindigkeitsmessanlage ab. Thomas Kozler konkretisierte: Ums Eck gebe es ein Motorradgeschäft. „Da kommen die Fahrzeuge sehr schnell rausgeschossen.“

Heinrich Artmann (FWG) legte nach: „Wir sollten den Antrag erweitern, gleich zehn Geräte anschaffen, an neuralgischen Punkten aufstellen und wechselnd einsetzen.“

Erhard Richard (CDU) rieb sich im SPD-Antrag an dem Wort „dauerhaft“. Baudezernent Andreas Mentz stellte den Nutzen einer Dauerinstallation in Frage: „In den Niederlanden werden sie alle fünf Kilometer von so einem Gerät beglückt.“ Das könne zur Abstumpfung führen. „Sie haben es nach drei Monaten satt.“ Die Stadt Ahlen habe zwei Anlagen im Einsatz. Empfohlene Linie sei es, die Orte zu wechseln.

Bedarf sei da, verdeutlichte Bernd Döding. „Tagtäglich, überall haben wir das Thema.“ Im konkreten Fall sah der Leiter der Ahlener Umweltbetriebe mehr Nutzen in baulichen Veränderungen. Stichwort Kissen. „Hier muss man abbremsen.“

Thomas Kozler intervenierte: „Das dauert mir zu lange. Es muss vorher was passieren.“ Andreas Mentz stellte sich hinter die Kissen-Option. Nachtruhe von Nachbarn sei hier im Gewerbegebiet nicht gefährdet. Einer stationären Daueranlage erteilte auch Erhard Richard eine Abfuhr: Sie hätte Abstrahlwirkung auf alle Bereiche der Stadt. Vorsitzender Frank Viehfeger schlug vor: „Zügig Anlage dahin, bis der Poller kommt.“ Heinrich Artmann hob die Hand – mit dem Antrag, 10 000 Euro für den Erwerb weiterer Anlagen in den Etatentwurf einzustellen. Andreas Mentz winkte ab – mit der Bitte, aus dem Thema keine Doktorarbeit zu machen. Sein Vorschlag: Anlagen verdoppeln, von zwei auf vier. „Kriegen wir hin“, signalisierte Kämmerer Dirk Schlebes.

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