Bundespräsident in Penzberg
Das Steigerlied für Steinmeier

Ahlen / Penzberg -

Hohen Besuch hatte am Montag Ahlens Partnerstadt Penzberg in Oberbayern. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gab sich die Ehre, begleitet von seiner Ehefrau Elke Büdenbender.

Mittwoch, 04.12.2019, 10:12 Uhr
Begegnung im Penzberger Rathaus (v.l.n.r.): der evangelische Pfarrer Julian Lademann, Imam Benjamin Idriz (Islamische Gemeinde), Elke Büdenbender, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Erste Bürgermeisterin Elke Zehetner und der katholische Pfarrer Bernhard Holz.
Begegnung im Penzberger Rathaus (v.l.n.r.): der evangelische Pfarrer Julian Lademann, Imam Benjamin Idriz (Islamische Gemeinde), Elke Büdenbender, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Erste Bürgermeisterin Elke Zehetner und der katholische Pfarrer Bernhard Holz. Foto: Stadt Penzberg

Das Staatsoberhaupt folgte einer Einladung der Islamischen Gemeinde von Penzberg. Deren Imam Benjamin Idriz und die stellvertretende Gemeindedirektorin Gönül Yerli führten den Gast aus Berlin durch die Moschee, von deren moderner Architektur er sich sehr beeindruckt zeigte. Lobende Worte fand Steinmeier auch für die Bildungs- und Integrations­ar­­beit der Gemeinde, in der in deutscher Sprache gelehrt und gelernt wird und die mit der katholischen und evangelischen Kirche in Penzberg einen intensiven interreligiösen Austausch pflegt. Er würde sich wünschen, dass dieses Beispiel Schule macht, so der Bundespräsident, zumal „in Tagen, in denen die Polarisierung in unserer Gesellschaft wieder zugenommen hat“.

Weiter ging es im Anschluss zum nur wenige hundert Meter entfernten Rathaus, vor dem die Penzberger Stadt- und Bergknappenkapelle Steinmeier mit dem Steigerlied empfing, womit man ihm als gebürtigem Westfalen eine große Freude mache, wie der ehemalige SPD-Außenminister bekannte. Im Beisein der Ersten Bürgermeisterin Elke Zehetner trugen sich der Bundespräsident und seine Frau dann in das Goldene Buch der Stadt Penzberg ein.

Am Rande des Besuchs gab es in der 17 000-Einwohner-Stadt zwei Demonstrationen: Vier Pegida-Anhängern, die vor einer „Islamisierung Deutschlands“ warnen wollten, standen rund 200 Teilnehmer einer Kundgebung unter dem Motto „Penzberg ist bunt“ gegenüber, unter ihnen auch Altbürgermeister Hans Mummert. Er sagte laut dem „Penzberger Merkur“: „Die von Pegida sollen uns in Ruhe lassen. Die Penzberger lassen sich nicht von Auswärtigen reinreden. Penzberg war, ist und bleibt bunt.“

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