Mitgliederversammlung CDU-Stadtverband
SPD nicht mehr der Hauptgegner

Ahlen -

Nächsten Sonntag will die Mannschaft der Ahlener CDU erst mal auf dem Weihnachtsmarkt ihren Stadtmeistertitel im Eisstockschießen verteidigen. Und auch für die Kommunalwahl 2020 ist der wiedergewählte Parteichef Peter Lehmann siegessicher.

Donnerstag, 05.12.2019, 13:00 Uhr
Unverändert präsentierte sich nach den Wahlen der geschäftsführende Vorstand des CDU-Stadtverbandes Ahlen, im erweiterten Vorstand gibt es hingegen einige neue Gesichter
Unverändert präsentierte sich nach den Wahlen der geschäftsführende Vorstand des CDU-Stadtverbandes Ahlen, im erweiterten Vorstand gibt es hingegen einige neue Gesichter Foto: Peter Harke

Der Vorsitzende der Ahlener CDU , Peter Lehmann , hat den „Rathausfreunden“ Respekt gezollt. De­ren „Leistung“, 4200 gültige Stimmen für ihr Bürgerbegehren zu sammeln, gelte es offen anzuerkennen, erklärte er am Dienstagabend auf der Mitgliederversammlung im „Haus Quante“. Gleichwohl machte Lehmann deutlich, dass die CDU-Fraktion keine Veranlassung sehe, den Ratsbeschluss zum Neubau von Rathaus und Stadthalle zu revidieren. Für diese Position werde man auch im Vorfeld des Bürgerentscheids am 8. März 2020 mit einer intensiven Kampagne werben, kündigte der Stadtverbands- und Fraktionschef an.

Auf die „Rathausfrage“ ging Lehmann ansonsten nicht weiter ein, auch zum Thema zweite Gesamtschule verlor er kein Wort. An diesem Abend sollte die Parteiarbeit im Mittelpunkt stehen, die freilich, wie der Vorsitzende darlegte, die Voraussetzung ist, um am Ende Wahlkämpfe erfolgreich bestreiten zu können. Was der CDU in Ahlen sowohl bei der Bundestagswahl 2017 wie bei der Europawahl 2018 mit guten Ergebnissen über Landes- und Bundesschnitt gelungen sei. Die Europawahl hat aus Lehmanns Sicht bereits Hinweise darauf gegeben, „dass unser Hauptgegner im Kommunalwahlkampf nicht mehr unbedingt die SPD sein wird, sondern die Grünen.“

Den CDU-Stadtverband sieht Lehmann in der Breite gut aufgestellt, auch wenn es zurzeit keine gültige Frauen-Union und keine CDA gibt. Umso aktiver sind die Senioren-Union und die JU. Deren Vorsitzender Christoph Aulbur ist auch Mitgliederbeauftragter im Parteivorstand und in dieser Funktion sehr umtriebig, wie der Vorsitzende lobte: „Er ist unser bester Werber.“ Aktuell hat die CDU in Ahlen 327 Mitglieder, nur neun weniger als vor zwei Jahren. In diesem Zeitraum habe es 32 Eintritte und 43 Abgänge gegeben, berichtete Lehmann, wobei 14 Mitglieder verstorben seien. Die echten Austritte seien „überwiegend mit der Bundespolitik begründet“ worden. „Der Vor­sitzendenstreit hat uns massiv geschadet“, so Lehmann, der keinen Hehl daraus machte, dass er lieber Friedrich Merz als Merkel-Nachfolger an der CDU-Spitze gesehen hätte.

Die CDU ist präsent, wir packen die Themen an.

Peter Lehmann

Die Jubilarfeier mit der Bundesvorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer im April dieses Jahres auf der Zeche war für Lehmann dennoch ein ebensolches „Highlight“ wie 2018 der Politische Aschermittwoch mit NRW-Innenminister Herbert Reul. Auch den „vorpolitischen Raum“ besetzt die CDU nach Lehmanns Worten, ob beim Karnevalsauftakt bei „Nord-West Humor“ oder beim Eisstockschießen auf dem „Ahlener Advent“. Den im Vorjahr errungenen Stadtmeistertitel wolle man am kommenden Sonntag nach Möglichkeit erfolgreich verteidigen. Siegessicher gab sich Lehmann auch mit Blick auf die Kommunalwahl 2020. Er stellte fest: „Die CDU ist präsent, wir packen die Themen an, und wir haben einen super Bürgermeisterkandidaten.“ Daher sehe er die „realistische Chance“, dass die CDU nicht nur stärkste Kraft im Rat bleiben, sondern sogar noch Sitze hinzugewinnen könne.

Die „Kriegskasse“ der Partei ist gut gefüllt, wie Schatzmeister Martin Hegselmann in seinem Rechenschaftsbericht aufzeigte. Die von Kassenprüfer Ludger Dieckmann beantragte Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig. Der übernahm zum Dank die Getränkerechnung.

Der CDU-Kreisvorsitzende Reinhold Sendker spendete Beifall für die Truppe um Peter Lehmann. Ahlen sei nicht nur der größte Stadtverband im Kreis, sondern auch der erfolgreichste. Sendker: „Dank und Kompliment dafür. Macht bitte so weiter.“

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