Auftakt zur Kriegsgräbersammlung
Spendendosen sollen sich wieder füllen

Ahlen -

Mit der gemeinsamen Straßensammlung für den Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge (VdK) durch Offiziere und Unteroffiziere des Ahlener Aufklärungsbataillons 7 und Mitglieder des Stadtrats begann am Samstagmorgen die jährliche Spendensammlung.

Sonntag, 08.12.2019, 12:16 Uhr
Unterwegs mit Spendendose: Ratsmitglieder, Offiziere und Unteroffiziere des Ahlener Aufklärungsbataillons 7 machten Samstagvormittag den Auftakt zur Sammlung der Kriegsgräberfürsorge.
Unterwegs mit Spendendose: Ratsmitglieder, Offiziere und Unteroffiziere des Ahlener Aufklärungsbataillons 7 machten Samstagvormittag den Auftakt zur Sammlung der Kriegsgräberfürsorge. Foto: Peter Schniederjürgen

Traditionell sammelten Bürgermeister Dr. Alexander Berger und der Kommandeur des Bataillons, Oberstleutnant Timo Gadow, auf dem Marktplatz und vor der Marienkirche. An stark besuchten Plätzen, vorzugsweise Einkaufsmärkten, standen je ein Vertreter des Rats und ein Soldat aus der „Westfalen-Kaserne“ zum Spendensammeln bereit.

„Ab Montag werden Soldaten im Ahlener Stadtgebiet mit der Haus- und Straßensammlung beginnen“, sagte Wilfried Hejnal , Ortsgeschäftsführer des VdK . Dabei bedankte er sich beim Ahlener Bataillon für das starke Engagement zur Sammlung. So werden sich mehr als 40 Soldaten an der Sammlung beteiligen. „Damit werden wir sich das Vorjahresergebnis von über 7600 Euro hoffentlich toppen“, so der Ortsgeschäftsführer. Eingesetzt wird das Geld vor allem in der Jugendarbeit.

„Es ist eine wichtige Aufgabe, sich mit jungen Menschen aus verschiedensten Länder aktiv für den Frieden in gemeinsamen Projekten einzusetzen“, machte Hejnal deutlich. Auf diese Weise praktiziere der Volksbund seit Jahrzehnten die Versöhnung über den Gräbern. Die jungen Menschen bauen durch gemeinsame Arbeiten an Kriegsgräberstätten Brücken zwischen ihren Nationen und Generationen.

Regelmäßig unterstützen auch in Ahlen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sowie ein Aufruf der Landesregierung und des Landesverbands diese Sammlungen. Der Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge betreut im Auftrag der Bundesregierung die deutschen Kriegsgräber im Ausland. Er ist weltweit der einzige Verein, der diese originär staatliche Aufgabe weitgehend aus Beiträgen und Spenden erfüllt. Ein Ende dieser Arbeit ist vor allem in den Ländern Osteuropas nach wie vor nicht abzusehen.

Derzeit betreut der Volksbund die Gräber von über 2.7 Millionen Kriegstoten auf 832 Kriegsgräberstätten in 46 Staaten. Nach der politischen Wende in Osteuropa konnte die Arbeit auch in den Staaten des einstigen Ostblocks beginnen, wo im Zweiten Weltkrieg etwa drei Millionen deutsche Soldaten den Tod fanden – mehr als doppelt so viele, wie auf den Kriegsgräberstätten im Westen ruhen.

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