Städtisches Gymnasium
„Bildungsvielfalt erhalten“

Ahlen -

Die SV des Städtischen appelliert an die Politik: Sie befürchtet, dass die Einrichtung einer zweiten Gesamtschule die Oberstufe des Gymnasiums und damit auch die Bildungsvielfalt gefährdet.

Dienstag, 10.12.2019, 10:28 Uhr
Sie werben für Bildungsvielfalt und die Erhaltung der Oberstufe am Städtischen Gymnasium in bisherigem Umfang: die Mitglieder der SV mit Schülersprecherin Laura Müller (2.v.l.) und Dominik Gerwens als Verbindungslehrer (r).
Sie werben für Bildungsvielfalt und die Erhaltung der Oberstufe am Städtischen Gymnasium in bisherigem Umfang: die Mitglieder der SV mit Schülersprecherin Laura Müller (2.v.l.) und Dominik Gerwens als Verbindungslehrer (r). Foto: Dierk Hartleb

Die Frage einer zweiten Gesamtschule lässt auch die Schülervertretung (SV) der Oberstufe am Städtischen Gymnasium nicht kalt. „Bildungsvielfalt“ steht in großen Lettern in den Fenstern der Schule mit Blickrichtung auf das Rathaus. „Wir verbinden damit natürlich die Erwartung, dass es dort auch gelesen wird“, sagt Laura Müller .

Am Montag hat die Schülersprecherin gemeinsam mit einigen Vertretern der SV die Medien zum Gespräch über die zweite Gesamtschule eingeladen. „Wir machen hier sehr viele Projekte“, erklärt Altan Mithat Ötztürk . Er ist von der Overbergschule zum Gymnasium gewechselt und weiß, dass auch dort viel darüber gesprochen wird, dass die Sekundarschule zu einer Gesamtschule werden soll. Dass die einzig verbliebene Hauptschule der Stadt auf der Kippe stehen könnte, will auch die vorgelegte Schulentwicklungsplanung nicht ausschließen.

Am Städtischen Gymnasium heißt die Befürchtung nicht Schließung, sondern Schrumpfung. Derzeit sind in der SV 34 Mädchen und Jungen aktiv. Sollte die Oberstufe aufgrund der geplanten Gesamtschule kleiner werden, sehen die SVer manche ihrer Projekte in Gefahr. „Bei einer Mindestgröße von 42 (Schüler in der Oberstufe, Anm. der Red.) lässt sich diese Vielfalt nicht aufrecht erhalten“, stimmt Julia Mentrup zu.

Die aber liege ihnen besonders am Herzen, betont Laura Müller, weil man auch weiterhin aktiv etwas für die Schulgemeinschaft tun wolle. Das sei mit einer kleinen Gruppe allerdings kaum möglich.

Darüber hinaus möchte das Städtische seinen guten Leumund als „Schule ohne Rassismus“ und „Weltethosschule“ mit entsprechenden Aktivitäten weiterhin untermauern. Mit der Sekundarschule seien zwei der drei Weltethosschulen Nordrhein-Westfalens in Ahlen beheimatet.

„Wir setzen uns für ein vielfältiges Bildungsangebot in Ahlen ein“, unterstreicht auch Tim Küppers. Wie den anderen Vertretern ist ihm wichtig, dass die SV ihren Standpunkt in der Debatte um eine zweite Gesamtschule öffentlich vertritt, auch wenn man die Resolution der Schule bereits mitunterzeichnet habe.

Für Verbindungslehrer Dominik Gerwens zeigt das Engagement der Schülerinnen und Schüler, dass ihnen Bildungsvielfalt, Gemeinsinn und das Eintreten für ihre Mitschüler wichtig sind. Deshalb unterstütze die SV auch die Junior-SV bei der Umsetzung ihrer Projektideen.

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