Evangelische Kita Dolberg
Diese Mäuse ernten bald eigenen Spinat

Dolberg -

Einen Sonderpreis für Klimaschutz bekam die Mäusegruppe der evangelischen Kita Dolberg. Was die Kinder vorhaben, ließ sich Landrat Dr. Olaf Gericke genau erklären.

Dienstag, 10.12.2019, 15:22 Uhr aktualisiert: 10.12.2019, 18:08 Uhr
Die Kinder der Mäusegruppe der evangelischen Kita in Dolberg und Gruppenleiterin Sabine Uhlig freuen sich. Landrat Dr. Olaf Gericke (l.) und Vize-Bürgermeister Karl-Heinz Meiwes haben einen Sonderpreis in Höhe von 200 Euro mitgebracht.
Die Kinder der Mäusegruppe der evangelischen Kita in Dolberg und Gruppenleiterin Sabine Uhlig freuen sich. Landrat Dr. Olaf Gericke (l.) und Vize-Bürgermeister Karl-Heinz Meiwes haben einen Sonderpreis in Höhe von 200 Euro mitgebracht. Foto: Peter Schniederjürgen

Lebensmittel aus der Region sind im Trend, Anbau im eigenen Garten ist vorbildlich, denn mehr Umweltfreundlichkeit geht kaum. Genau das brachte der Mäusegruppe in der evangelischen Kindertagesstätte Dolberg jetzt den Sonderpreis des Kreises für Klimaschutz ein. Am Dienstagmorgen kamen Landrat Dr. Olaf Gericke und der stellvertretende Ahlener Bürgermeister Karl-Heinz Meiwes nach Dolberg, um den Mäusen den verdienten Gewinn zu übergeben.

„Wir wollen ein kleines Gewächshaus bauen, um die Kinder hier mit selbst angebautem Obst und Gemüse zu versorgen“, umriss Gruppenleiterin Sabine Uhlig das Projekt. Die Selbstversorgung sei aber nur der erste klimafreundliche Schritt. Der zweite: Es wird für den Anbau kein Trinkwasser benötigt. Zum Gießen der Pflanzen sammelt eine Regentonne das Wasser. „Auf diese Weise wollen wir den Kindern die Bedeutung gesunder Ernährung mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln nahebringen“, führte Sabine Uhlig aus.

Wir wollen ein kleines Gewächshaus bauen.

Sabine Uhlig

Auch die Mädchen und Jungen berichteten ihren Gästen, was sie vorhaben. Sie schilderten die Notwendigkeit des Gewächshauses, denn in dieser Jahreszeit sei der Gemüseanbau ohne schützende Hülle beinahe unmöglich. „Was wollte ihr den anbauen?“, wollte Dr. Olaf Gericke wissen. „Spinat, Kohl und anderes“, kam von den Kindern zurück. Gemeinsam versicherten sie dem Landrat, dass sie gerne Spinat essen. Das beeindruckte ihn sichtlich.

„Ein absolut tolles Projekt, dass der Jury aus den Mitgliedern des Kreistags so gut gefiel, dass es dafür den Sonderpreis gibt“, lobte Gericke. Die Jury bestand aus Fachleuten der Kreisverwaltung wie Kreisumweltdezernent Dr. Herbert Bleicher und dem Kreisklimamanager Marcel Richter.

Neben Hauptpreisen wurden Sonderpreise. verliehen. „Alle ausgezeichneten Projekte haben das Ziel, Gärten in der Schule oder der Kita anzulegen und so mit den Kindern regionale und saisonale Lebensmittel zu erzeugen, ernten und zu verarbeiten“, erklärte Olaf Gericke die Idee dahinter.

Der Klimaschutzpreis wird alle drei Jahre verliehen. In diesem Jahr wurden Ideen gesucht, die mit Hilfe des Preisgelds bis Mitte des kommenden Jahres umgesetzt werden können. Es kamen insgesamt 15 Vorschläge zusammen. Die Hauptpreise waren dotiert mit je 1000 Euro, die drei Sonderpreise mit je 200 Euro.

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