St. Bartholomäus
Frohe Kunde vom Wunder der Weihnacht

Ahlen -

Adréana Kra­schews­ki und Sandra Thomüller gestalten am ersten Weihnachtstag die Festmesse in St. Bartholomäus. Auf dem Programm steht eine Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Camille Saint-Saëns.

Sonntag, 15.12.2019, 04:00 Uhr aktualisiert: 15.12.2019, 05:00 Uhr
Die Sopranistin Adréana Kraschewski bezeichnet Singen und Musizieren als ihr Lebenselexier.
Die Sopranistin Adréana Kraschewski bezeichnet Singen und Musizieren als ihr Lebenselexier. Foto: Privat

Am ersten Weihnachtstag findet in der Festmesse um 11 Uhr in St. Bartholomäus eine Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Camille Saint-Saëns statt. Die Solisten sind unter anderem die Opernsängerin Adréana Kra­schews­ki aus Detmold und die Altistin Sandra Thomüller aus Mühlheim. Es singt die Chorgemeinschaft St. Bartholomäus, begleitet vom Kammerorchester St. Bartholomäus. Harfe spielt Zoe Knoop aus Bielefeld. Weitere Solisten sind Susanne Ullrich (Mezzosopran), Jörg Herrfurth (Tenor) und Reinhard Schulze (Bass). Die Leitung hat An­dreas Blechmann, die Weihnachtsansprache hält Pfarrer Reinhard Kleinewiese.

Das stimmungsvolle Werk mit seinen wundervollen warmen Kantilenen ist ein besonderes musikalisches Ju­wel mit eindrucksvollen Chorsätzen und berührenden Arien der Vokalsolisten. Es kündet vom Wunder der Weihnacht, von inniger Freude und Überschwang und schafft es, die frohe Botschaft in einer einzigen Szene zu konzentrieren.

Dem in lateinischer Sprache gesungenen Werk liegen Texte des Alten und Neuen Testamentes, der Evangelien, Psalmen und der katholischen Weihnachtsliturgie zugrunde. Eine aparte, kammermusikalische Instrumentierung, lyrisch gehaltene solistische Partien und ein schlicht geführter Chor verbinden sich zu einer pastoralen Grundstimmung und lassen dieses Weihnachtsoratorium zu einem der meist aufgeführten Werke des Komponisten werden.

Saint-Saëns ließ sein Oratorium mit einem „Prélude dans le style de Séb. Bach“ beginnen. Dabei handelt es sich um eine Pastorale im Zwölfachteltakt, die mit ih­rer Gegenüberstellung von Streicherklang und Oboenregistrierung der Orgel darüber hinaus aber auch motivisch an die „Sinfonia“ zur zweiten Kantate des Weihnachtsoratoriums von Bach erinnert. Saint-Saëns wusste auch, mit welcher Klangfarbenpalette die Hörer zu Rührung und Ergriffenheit gebracht werden können. Weit ausschwingende effektvolle Melodielinien der Gesangssolisten, gestützt von Harfen- und Orgelklängen, verfehlen nicht ihre Wirkung

Die gebürtige Ahlenerin Adréana Kraschewski singt den Sopran-Solopart. Sie ist auf vielen großen Opernbühnen mit Hauptrollen zu Hause. In einem Interview sagte sie einmal: „Das Singen bzw. das Musizieren ist ein Lebenselixier. Meine Kindheit, aber vor allem meine Jugend, wären ohne die Musik im passiven wie im aktiven Sinne, ganz anders verlaufen. Man wird Teil einer ,anderen Welt‘ und gleichzeitig wachsen die Wurzeln für das eigene Leben.“

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