Erklärung zum Bauprojekt St. Georg
Förderverein Paul-Gerhardt „tief enttäuscht“

Ahlen -

Der Förderverein Paul-Gerhardt-Kirche sei tief enttäuscht, übermittelte Brigitte Malek zum Auftakt der Diskussionsrunde um das Neubauprojekt der Gemeinde St. Georg am Donnerstagabend im Ratssaal in einer von ihr verlesenen Erklärung.

Freitag, 20.12.2019, 23:00 Uhr
Brigitte Malek verlas die Erklärung des Fördervereins Paul-Gerhardt-Kirche.
Brigitte Malek verlas die Erklärung des Fördervereins Paul-Gerhardt-Kirche. Foto: Ulrich Gösmann

Am 11. Januar sei in einem Brief an die Stadt eine machbare bauliche Lösung aufgezeigt worden, die unter Beibehaltung der Lage des Oster­feuers sowohl den Interessen von St. Georg als auch dem südlich angrenzenden Wohnbaugebiet gerecht werde. Die Gemeinde St. Georg habe dem Förderverein gegenüber aber immer wieder betont, dass sie an einer Verlegung der Osterfeuerwiese nicht interessiert sei. „Wir sehen nun, dass die von Anfang an vorgebrachten Belange des Fördervereins der Paul-Gerhardt-Kirche auch in der aktuellen baulichen Konzeption nicht berücksichtigt worden sind und sind darüber tief enttäuscht“, so Malek .

Anzuerkennen sei, dass eine Ersatzfläche in einer fußläufigen Entfernung in östlicher Richtung von ca. 250 Metern von der Paul-Gerhardt-Kirche in Aussicht gestellt werde. Diese Möglichkeit werde jedoch von dem Organisationsteam bislang in Frage gestellt. Wörtlich: „Wir bedauern es sehr, dass die beiden im Rat der Stadt Ahlen vertretenen mehrheitsbildenden Parteien sich nicht vor Ort sachkundig gemacht haben.“ Vielleicht wäre dann eine andere Entscheidung zu einer verträglichen Bebauungskonzeption möglich gewesen.

Wir können uns leider des Eindrucks nicht erwehren, dass wieder einmal eine anfangs festgelegte Lösung zielgerichtet durchgezogen werden soll.

Förderverein

Und: „Wir können uns leider des Eindrucks nicht erwehren, dass wieder einmal eine anfangs festgelegte Lösung zielgerichtet durchgezogen werden soll. Da die heutige Bürgerversammlung und der anschließende Aushang der Pläne vom Inhalt des Gesetzes her ein für Alternativen offenes Verfahren ist, wären Veränderungen der Plankonzeption zum Ausgleich aller wesentlicher Interessen immer noch möglich.“ Nach wie vor sei dem Förderverein an einer guten künftigen Nachbarschaft mit St. Georg gelegen, die auf gegenseitigem christlichen Verständnis beruhe.

Baudezernent Andreas Mentz reagierte: Ein Osterfeuer sei an seiner bisherigen Stelle auf Dauer rechtlich nicht mehr haltbar. Diesbezüglich gebe es Beschwerden aus der Nachbarschaft. Und: Die Rechtslage sei ganz klar auf ihrer Seite. 150 Meter weiter östlich stünde ein neuer Standort zur Verfügung, der rechtskonform sei.

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