Neujahrskonzert
Anregend wie ein Espresso

Ahlen -

Die Neue Philharmonie Westfalen brachte ihr Publikum mit dem Programm „Espresso und Wiener Mélange“ beschwingt ins neue Jahr.

Donnerstag, 02.01.2020, 14:32 Uhr aktualisiert: 02.01.2020, 15:50 Uhr
Die Musikerinnen und Musiker der Neuen Philharmonie Westfalen bringen das Ahlener Publikum immer wieder beschwingt ins neue Jahr. Diesmal wurd‘s anregend mit „Espresso und Wiener Mélange“.
Die Musikerinnen und Musiker der Neuen Philharmonie Westfalen bringen das Ahlener Publikum immer wieder beschwingt ins neue Jahr. Diesmal wurd‘s anregend mit „Espresso und Wiener Mélange“. Foto: Reinhard Baldauf

Eine „hochexplosive Mischung“ versprach Kapellmeister Giuliano Betta zu Beginn des Neujahrskonzerts am Mittwochnachmittag in der Stadthalle – zu Recht.

Unter dem Titel „Espresso und Wiener Mélange“ erklang dieses Mal eine bunte Mischung, die nicht völlig von Strauß-Melodien bestimmt war. Zu dem gelungenen Konzert trugen besonders Tenor Carlos Moreno Pelizari und Markus Wallrafen , der bei seinen Moderationen sogar in die Politik ging, bei.

Vieles erinnerte Markus Wallfrafen bei dem Ahlener Konzert an die extravagante Hamburger Elbphilharmonie. Doch die Musiker würden sich in Ahlen wohler fühlen. Allerdings, so merkte er später an, könne man in Hamburg aufs Wasser schaue und in Ahlen nur auf den Parkplatz.

Geheimtipp gegen Kater

Viele Informationen gab Markus Wallrafen auch über Kaffee und die verschiedenen Zubereitungsarten. Außerdem hatte er einen „Geheimtipp“ gegen Neujahrskater parat: „Einen doppelten Espresso mit dem Saft einer Zitrone.“ Natürlich wusste der Moderator aber auch, das Publikum mit interessanten Erklärungen zu den einzelnen Stücken zu informieren.

Das Neujahrskonzert startete wie es sein muss mit einem Stück von einem aus der Strauß-Familie, der Ouvertüre zur Operette „Eine Nacht in Venedig“ von Johann Strauß Sohn (1825 bis 1899), der auch den Walzer „Wo die Zitronen blühen“, der wenig später zu hören war, geschrieben hatte.

Tenor Carlos Moreno Pelizari und Dirigent Giuliano Betta.

Tenor Carlos Moreno Pelizari und Dirigent Giuliano Betta. Foto: Reinhard Baldauf

Vor der Pause erklangen ebenfalls Werke von Amilcare Ponchielli (1834 bis 1886) und von Giacomo Puccini (1858 bis 1924) mit einen Stück aus der Oper „Madame Butterfly“ sowie Gioachino Rossini (1792 bis 1868). In der Pause bekamen die Besucher ein Gläschen Sekt, um auf 2020 anzustoßen.

Beschwingt ging es nach der Pause weiter. Bei „La donna è mobile“ aus „Rigoletto“ von Giuseppe Verdi (1813 bis 1901) ging das Publikum voll mit, wie auch gleich danach bei der „Champagner-Polka“ von Johann Strauß Sohn.

Erinnerung an Heesters

Spritzig präsentierte das Orchester dann auch den „Champagner-Galopp“ von Hans Christian Lumbye (1810 bis 1874), den Markus Wallrafen als den „dänischen Strauß“ bezeichnete.

Der Moderator erinnerte auch an Johannes Heesters, der noch im Alter von 106 Jahren mit Zylinder und weißem Schal auf der Bühne gestanden und „Da geh ich ins Maxim“ aus der Operette „Lustige Witwe“ von Franz Lehár (1870 bis 1948) gesungen habe. „Funiculì, Funiculà“ von Luigi Denza (1846 bis 1922) sei ein Werbelied für die Seilbahn auf den Vesuv gewesen, wie Markus Wallrafen dem Publikum berichtete.

Als Zugaben erklangen „O sole mio“ und natürlich der Radetzky-Marsch. Bei allen Stücken zeigte Dirigent Giuliano Betta vollen Einsatz bis in die Zehenspitzen. Es war eine echte sportliche Leistung, die der Orchesterleiter lieferte. Ebenfalls überzeugte der chilenische Tenor Carlo Moreno Pelizari die Zuhörerinnen und Zuhörer bei jedem seiner Auftritte. Er wurde ebenso mit großem Applaus bedacht wie die gesamte Neue Philharmonie Westfalen.

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