Veranstaltung führt Heimatfreunde zusammen
„Tag der Archive“ kommt erstmals nach Ahlen

Ahlen -

Wer am 8. März nicht nur wegen des Bürgerentscheids zur Rathausfrage vor die Haustür gehen möchte, kann den Urnengang mit einem Besuch auf der Zeche Westfalen verbinden: Zum ersten Mal wird der kreisweite „Tag der Archive“ in Ahlen ausgerichtet.

Mittwoch, 08.01.2020, 18:00 Uhr
Die Lohnhalle der Zeche „Westfalen“ wird am 8. März Schauplatz des „Tags der Archive“, bei dem sich viele lokale Akteure der Brauchtums- und Heimatpflege präsentieren sollen, wie Kreisarchivar Dr. Knut Lange­wand (kl. Bild) erklärte.
Die Lohnhalle der Zeche „Westfalen“ wird am 8. März Schauplatz des „Tags der Archive“, bei dem sich viele lokale Akteure der Brauchtums- und Heimatpflege präsentieren sollen, wie Kreisarchivar Dr. Knut Lange­wand (kl. Bild) erklärte. Foto: Christian Wolff

Raus aus dem Kreishaus, rein in die Fläche – und dann direkt in die größte Stadt im Raum Warendorf: Der „ Tag der Archive “ kommt erstmals nach Ahlen. Das verkündete Kreisarchivar Dr. Knut Langewand am Dienstagnachmittag im Rathaus bei einem Informationsaustausch zwischen den Ahlener Vereinen aus dem Bereich Heimat- und Brauchtumspflege.

Dass der Termin – Sonntag, 8. März – mit dem Bürgerentscheid um die Rathausfrage zusammenfällt, halten die Organisatoren für einen Pluspunkt. So seien sicher ohnehin viele Ahlener unterwegs und könnten den Urnengang zwischen 10 und 17 Uhr mit einem Abstecher zur Lohnhalle der Zeche „Westfalen“ verbinden, wo die Veranstaltung ausgerichtet werden soll. Das dortige Café soll für das leibliche Wohl der Gäste sorgen.

Am „Tag der Archive“, der mit dem „Tag des offenen Denkmals“ vergleichbar ist und vom Verband deutscher Archivare ausgerichtet wird, treten Archive in Deutschland alle zwei Jahre mit unterhaltsamen und informativen Angeboten an die Öffentlichkeit, um auf ihre Dienstleistungen hinzuweisen. „Auch das Kreisarchiv Warendorf, in dem sich auch das Stadtarchiv Ahlen befindet, nimmt seit 15 Jahren an diesem Programm teil“, so Lange­wand. „Dazu gehören Ausstellungen, Führungen, Vorträge, Filmpräsentationen und ein Bücherflohmarkt.“

2016 und 2018 seien ganz gezielt je drei historische Vereine und Dorfarchive eingeladen worden, um sich an eigenen Ständen zu präsentieren. „Jetzt sind besonders die Ahlener gefragt“, lädt der Kreisarchivar bewusst nicht nur Heimatvereine ein. Angesprochen seien alle Vereine und Gemeinschaften, die sich im weitesten Sinne mit Erhalt von Kulturgütern sowie Heimat- und Brauchtumspflege auseinandersetzen. „Es ist enorm, was in diesem Bereich in Ahlen alles geleistet wird“, lobte Langewand. „So eine Vielfalt an Initiativen, die es in Ahlen gibt, ist kreisweit einmalig.“ Er denke da neben den etablierten Gemeinschaften wie Heimatvereine, Heimatförderkreis oder Förderverein Fördertürme auch an neuere Gruppen wie den „Jupp-Foto-Club“ oder das Sportarchiv.

Um den „Tag der Archive“ noch interessanter zu machen, schlug Johannes Kohlstedt vom Arbeitskreis Familienforschung vor, die Besucher aufzurufen, das interessanteste „Ahlener Schätzchen“ mitzubringen, das sich für museale oder archivarische Zwecke eignet. „Das könnte ein besonders altes oder originelles Exponat sein“, so seine Idee. Und vielleicht könne man es prämieren. Diesen Gedanken wollen die Macher weiterverfolgen.

Wer sich am „Tag der Archive“ beteiligen möchte, kann sich unter Telefon 0 25 81 / 53 10 40 oder per E-Mail an kreisarchiv@kreis-warendorf.de melden.  

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