Verbraucherzentrale
Im Kampf gegen Sporen und Schimmel

Ahlen -

Auch in dieser Heizperiode bietet die Beratungsstelle der Verbraucherzentrale gemeinsam mit dem Mieterbund eine Feuchtigkeitsdiagnose zum Sonderpreis an. Ziel: dem Schimmel den Garaus machen.

Freitag, 10.01.2020, 12:26 Uhr aktualisiert: 10.01.2020, 17:32 Uhr
Joachim Rölfing und Judith Spittler von der Verbraucherzentrale und Ralf Brodda (v.l.) vom Mieterbund empfehlen bei auftretendem Schimmel eine Ursachendiagnose durch den Energieberater – damit Bilder wie hier rechts vermieden werden können.
Joachim Rölfing und Judith Spittler von der Verbraucherzentrale und Ralf Brodda (v.l.) vom Mieterbund empfehlen bei auftretendem Schimmel eine Ursachendiagnose durch den Energieberater – damit Bilder wie hier rechts vermieden werden können. Foto: Ralf Steinhorst / Verbraucherzentrale

Was tun bei Schimmel oder feuchten Stellen in der Wohnung? Der Ursache auf den Grund gehen, lautet der Rat der Verbraucherzentrale und des Mieterschutzbunds. Denn einfache kosmetische Ausbesserungen helfen nicht. Deshalb bietet die Beratungsstelle Ahlen der Verbraucherzentrale für Mieter vom 13. Januar bis zum 31. März eine Feuchtigkeitsdiagnose in den eigenen vier Wänden zum Sonderpreis an.

Seit vier Jahren gibt es das Angebot, dass Feuchte- und Schimmelberatung in der Heizperiode nur für Ahlener 30 Euro kostet. Es wird gefördert durch die Stadt Ahlen, das Land NRW und die Europäische Union und kostet sonst 60 Euro. 20 Interessierte können sich insgesamt melden.

Schimmel ist eklig und vor allem ungesund.

Schimmel ist eklig und vor allem ungesund. Foto: Verbraucherzentrale

„Schimmel in der Wohnung kann jeden treffen“, weiß Energieberater Joachim Rölfing. Denn in einer Wohnung gibt es viele Feuchtigkeitsquellen, wie das Kochen oder Duschen. Gut für den Schimmel, denn der braucht Feuchtigkeit, schlecht aber für Bewohner. Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein: unzureichende Belüftung, zu geringes Heizen oder Gebäudeschäden. Modriger Geruch oder schwarze Flecken an Wänden oder Decken machen sich dann bemerkbar. „Der Schimmelpilz sitzt unter einer Tapete. Was wir sehen, sind aber immer nur die Sporen“, verdeutlicht Judith Spittler, Leiterin der Beratungsstelle, dass kosmetische Ausbesserungen das eigentliche Problem nicht lösen und eine tiefergehende Analyse notwendig ist.

„Der Mieter hat Angst um seine Gesundheit, der Vermieter Angst um sein Haus.

Ralf Brodda

Dem stimmt auch Ralf Brodda, Geschäftsführer vom Mieterbund OWL, zu. Mieter und Vermieter schöben sich oft gegenseitig die Schuld für den Zustand zu: „Der Mieter hat Angst um seine Gesundheit, der Vermieter Angst um sein Haus.“ Meist liege die Wahrheit irgendwo dazwischen oder es gebe eine Verkettung von Umständen.

Gut, dass es da einen unabhängigen Energieberater gibt, der vor Ort die Ursache analysiert und das Ergebnis in einem schriftlichen Protokoll aufführt. Denn Rechtsstreitigkeiten können für alle Seiten unangenehm und kostspielig sein.

Um Schimmel zu vermeiden, gilt es, zunächst eine gute Kombination aus Heizen und Lüften zu finden. Eine generelle Regel gibt es allerdings nicht. Ein Tipp ist, nicht nur regelmäßig zu lüften, sondern bei hohem Wasserdampf in Bad oder Küche die Fenster zu öffnen.

Interessierte Mieter können sich unter der Telefonnumme 9 61 31 05 oder per Mail an ahlen.energie@verbraucherzentrale.nrw für die Aktion melden.

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