Jahresdienstversammlung des Feuerwehr-Löschzugs Vorhelm
Gesamtkonzept fürs Gerätehaus wird erstellt

Vorhelm -

Der Feuerwehr-Löschzug Vorhelm sieht sich weiterhin gut aufgestellt. Bei der Jahresdienstversammlung wurden einige Kameraden befördert, andere erhielten ihre Urkunden für Fortbildungen und Leistungsnachweise.

Sonntag, 19.01.2020, 14:14 Uhr aktualisiert: 20.01.2020, 09:12 Uhr
Ortsausschussvorsitzender Hubertus Beier (l.) und Wehrführer Walter Wolf (2.v.l.) mit Robert Ropos, Zugführer Raphael Eustermann, Sebastian Sydow, Steffen Hoppe, Ron Kunze, Moritz Rose, Damon Fuchs, Dirk Charvat, Jochen Wiechens, Marvin Klawitter, Christian Angsmann und Sebastian Theismann als Gast aus Dolberg (v.l.).
Ortsausschussvorsitzender Hubertus Beier (l.) und Wehrführer Walter Wolf (2.v.l.) mit Robert Ropos, Zugführer Raphael Eustermann, Sebastian Sydow, Steffen Hoppe, Ron Kunze, Moritz Rose, Damon Fuchs, Dirk Charvat, Jochen Wiechens, Marvin Klawitter, Christian Angsmann und Sebastian Theismann als Gast aus Dolberg (v.l.). Foto: Christian Wolff

Ein eher unscheinbarer Einsatz brachte dem Löschzug Vorhelm im Vorjahr überregionale Aufmerksamkeit: Auf mittlerweile 550 000 Klicks und 1300 Kommentare kommt jener Internetbeitrag, der zeigt, wie Sebastian Sydow unter Applaus seiner Kameraden ein kleines Ästchen von einer Landstraße trägt.

Und auch bei der Jahresdienstversammlung am Freitagabend im Gerätehaus sorgte das zugehörige „Ast-Video“ für heitere Auflockerung. Für Zugführer Raphael Eustermann war es das zweite Mal, dass er die Jahresbilanz in diesem Rahmen vortrug. Wehrführer Walter Wolf hingegen gab bekannt, dass es für ihn die letzte Teilnahme an der Vorhelmer Dienstversammlung in seiner bisherigen Funktion war: „Im kommenden Jahr wird hier wohl ein anderer stehen.“ Eine Premiere hingegen war der Abend für Sebastian Theismann. Mit ihm war erstmals ein Vertreter der Dolberger Zugführung bei einer Versammlung in Vorhelm zu Gast, um sich ein Bild von den Gegebenheiten dort zu machen. Die Gegeneinladung an die Vorhelmer sprach Theismann gleich mit aus.

38 Einsätze absolvierte der Löschzug Vorhelm im abgelaufenen Jahr. „Das sind vier weniger als 2018“, so Eustermann. Fünfmal wurde Zugalarm ausgelöst. 33-mal gab es Gruppenalarm. Darunter waren neun Brandeinsätze und 29 technische Hilfeleistungen. „Die durchschnittliche Einsatzstärke lag bei neun Kameraden“, trug der Zugführer vor. Aktuell umfasse seine Truppe 35 aktive Kameraden – und in Kürze sogar 36, denn mit Michael Sieb kehre ein bekanntes Gesicht zurück in die Blaurock-Reihen. Neu im Löschzug sind Niklas Bornemann, Jan Gollor und Dominik Rajchl sowie Marvin Klawitter, der von der Jugendfeuerwehr – derzeit 14 Mann stark – überstellt wurde. In der Ehrenabteilung sind momentan 13 Kameraden.

In einer Schweigeminute erinnerte der Zugführer an Heinrich Ohlmeier, Alfons Heuckmann und Ewald Eugen Linnemann aus der Ehrenabteilung, die 2019 verstorben sind. Aus den Reihen der fördernden Mitgliedern verstarben Johanna Schlüter, Helmut Düchting, Hermann Rassenhövel, Heinz Cronauge und Bernhard Schnückel.

Bei der Wahl eines Kameraden für den Zugvorstand machte Martin Förster das Rennen. Als „Feuerwehrmann des Jahres“, der 27 von 38 Einsätzen begleitete und 24 von 27 Dienstabenden anwesend war kürte Raphaes Eustermann den Gerätewart Dirk Charvat. Bei der Jugendfeuerwehr gab‘s gleich drei Kräfte, die bei Diensten vorne lagen: Noah Clasen, Florian Rose und Leon Woiczik.

Beachtlich sind erneut die Stundenzahlen, die sich im Laufe von zwölf Monaten summierten: 1324 waren es bei Übungen, 846 bei Einsätzen, 320 bei der Jugendfeuerwehr, 255 bei den Maschinisten und 350 bei der ehrenamtlichen Umgestaltung des Eingangsbereichs vor dem Gerätehaus. „Insgesamt kommen wir also auf 3095 Stunden“, sagte Raphael Eustermann. „Nicht erfasst sind dabei die Stunden von Lehrgängen und Schulungen oder die Übungsstunden der Leistungsgruppe.“ An den Dienstabenden seien durchschnittlich 14,8 Kameraden zur Stelle gewesen. „Damit liegt die Dienstbeteiligung bei rund 51 Prozent.“ Das solle aber 2020 möglichst noch „nach oben geschraubt“ werden. Noch eine Zahl nannte der Zugchef in seiner Bilanz: „Mit unseren Fahrzeugen haben wir im Vorjahr 3950 Kilometer zurückgelegt.“ Das seien gut 200 weniger als 2018.

Ortsausschussvorsitzender Hubertus Beier übergab neben dem jährlichen „Flachgeschenk“ für den Nachwuchs einen Nistkasten für Meisen mit der „Notrufnummer“ 112.

In seinem letzten Grußwort an dieser Stelle erinnerte Wehrführer Walter Wolf an seinen ersten Besuch der Jahresdienstversammlung im Jahr 1989. „Ich kam vom großen Hamburg ins kleine Vorhelm. Das war schon eine Umstellung.“ Als er 1992 einen Blumenstrauß für seinen Eintritt in den gehobenen Dienst erhielt, habe dies sogar positive Auswirkungen auf seine Ehe gehabt: „Ich übergab den Strauß noch in der Nacht meine Frau, die sich riesig freute, dass ich an unseren Hochzeitstag gedacht hatte.“

Wolf lobte darüber hinaus erneut die enorme Einsatzbereitschaft beim Großbrand des Spielzeuglagers „Rappelkiste“ im vorigen Sommer. „Wir hatten eine Menge Glück, dass alle heile zurückgekommen sind“, sagte er. Ein weiteres großes Thema sei weiterhin die Sanierungsbedürftigkeit des 1973 errichteten Vorhelmer Gerätehauses. Wolf bat aber um Verständnis, dass zunächst ein Gesamtkonzept für das Gebäude erstellt werden müsse, bevor an der einen oder anderen Stelle „viel Geld ausgegeben wird“. Neben der Infrastruktur richtete er auch den Blick aufs Inventar. „Die Tische und Stühle im Schulungsraum haben ihre besten Zeiten längst hinter sich.“

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