Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Ahlen
Ein „Dreigestirn“ übernimmt

Ahlen -

Der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Ahlen wird künftig von einem „Dreigestirn“ geleitet.

Montag, 20.01.2020, 12:05 Uhr aktualisiert: 20.01.2020, 13:00 Uhr
Besondere Ehrung bei der Jahresdienstversammlung des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr Ahlen: Christoph Faust, Christian Roßbach, Jürgen Skrobatsch, Michaela Boing, Jennifer Zimmermann, Thomas Roßbach und Rüdiger Zimmermann (v.l.).
Besondere Ehrung bei der Jahresdienstversammlung des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr Ahlen: Christoph Faust, Christian Roßbach, Jürgen Skrobatsch, Michaela Boing, Jennifer Zimmermann, Thomas Roßbach und Rüdiger Zimmermann (v.l.). Foto: privat

Mit einem Präsentkorb wurden Thomas und Christian Roßbach am Freitagabend als Leiter des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr Ahlen verabschiedet. Auch der langjährige Kassierer Jürgen Skrobatsch erhielt einen Korb für seine bisherige und zukünftige Arbeit.

Zur Jahresdienstversammlung trafen sich die Mitglieder des Spielmannszuges im Gerätehaus Süd. Zentrales Thema war die Anhörung für die neue Zugführung durch den stellvertretenden Stadtbrandinspektor Christoph Faust . Auf Wunsch der Mitglieder soll der Spielmannszug zukünftig von einen Dreierteam mit Rüdiger Zimmermann als Zugführer und Michaela Boing und Jennifer Zimmermann als Stellvertreterinnen geführt werden.

Der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr, erinnerte Thomas Roßbach, blickt auf eine lange Geschichte. Vor mehr als 100 Jahren fungierten die Musiker noch als „Alarmtruppe“, da es noch keine Martinshörner gab. Sogenannte Hornisten „trommelten“ damals die Kameraden im Ernstfall zusammen. Und auch bei Übungen schritt die Musikergruppe regelmäßig voran. Auftritte, um Menschen rein musikalisch zu erfreuen, waren zu dieser Zeit eher schmückendes Beiwerk.

Die Gründung des Spielmannszuges erfolgte mitten in den Wirren des Ersten Weltkriegs. Die Aktiven beschränkten sich auf Marschmusik. Erst in den 1920er Jahren war an einen weiteren Ausbau der Spielschar zu denken. „Leider sind in den 30er Jahren die Anschriften der damaligen, Spielmöppse’ verlorengegangen“, ist durch Heinrich Wessel in der Festschrift zum 50-jährigen Bestehen des Spielmannszuges vermerkt. Sicher ist aber, dass Caspar Wittkemper im Jahr 1921 das Tambourcorps übernahm. „Fortan galt es auch, die Sommerfeste unter den Branddirektoren Krämer und Faust am Cubicksberg mitzugestalten“, ist weiter zu lesen. In der Frühzeit beschränkte sich der Spielmannszug auf Übungsmärsche an den Mittwochabenden, da damals noch der Spielmannszug von Theodor Dickjürgens, der sich auch als Ausbilder stellte, in der Wersestadt federführend war.

1966, ein Jahr nach dem 50-jährigen Bestehen, übernahm Peter Roßbach den Stab im Spielmannszug. Er trat bereits 1953 hinzu und war somit bestens mit den Gegebenheiten vertraut. Mit Thomas und Christian Roßbach traten 2007 seine Söhne in dieselben Fußstapfen.

Im Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Ahlen kann jeder mitmachen, der Freude an der Musik hat. „Aktiver Feuerwehrdienst ist keine Voraussetzung“, sagt Christian Roßbach. Verstärkung sei immer willkommen. Flöte, Trommel, Becken oder Lyra können erlernt werden – kostenlos und unter fachkundiger Anleitung. Die Ausbildung umfasst Theorie und Praxis und kann später erweitert werden – etwa durch Lehrgänge des Landesverbands NRW.

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