Damensitzung im „Hof Münsterland“
Tanzende Männer sind ein Muss

Ahlen. -

„Weil ich ein Mädchen bin“, ertönte es am Samstagabend aus den Lautsprechern, noch bevor die Moderatorinnen Denise Forgo und Melina Grinsch auf die Bühne im „Hof Münsterland“ traten. Damit war exakt formuliert, wer Einlass zur Party hatte und wer nicht: Es war wieder Damensitzung.

Montag, 27.01.2020, 11:38 Uhr
Nummernboy Rico nahm schnell die Nähe zu der weiblichen Partyschar auf.
Nummernboy Rico nahm schnell die Nähe zu der weiblichen Partyschar auf. Foto: Ralf Steinhorst

Schon zum Auftakt war die Stimmung hervorragend, sie sollte aber noch richtig heiß werden. „Ich freue mich riesig, in diesen bunten Saal zu schauen“, lobte Denise Forgo die Feierdamen für ihre Kostüme. Um dann umgehend den ersten Schnaps mit Trinkspruch anzusagen: „Auf die Männer, die wir lieben und die Penner, die wir kriegen.“ Der traditionelle rote Faden war aufgegriffen.

Tanzmajor Marco von „Grün-Weiß Hamm“ gestaltete in kosakischer Art den Programmreigen. So begeisternd, dass das Frauenvolk ein erstes „Oh, wie ist das schön“ anstimmte. Männer, die sich bewegen können, kommen immer gut an. Bis dato fehlte aber noch etwas, was schleunigst nachgeholt wurde. „Jetzt kommt erst mal ein ganz besonderes Schnuckelchen“, bat Denise Forgo Nummernboy Rico ein erstes Mal auf die Bühne. Der machte von Auftritt zu Auftritt die Närrinnen mehr an.

Die „Dance Academy“ der KG „Nett un oerndlik“ fetzte aktionsreich mit ihrer Geschichte von Indiana Jones über die Bühne, der nach Indien reisend eine Prinzessin rettet. Bei der Zugabe kam sogar das Moderatorenteam ins Tanzen.

Männerballetts stehen auf Damensitzungen traditionell hoch im Kurs. „Die Schlossknacker“ aus Münster machten einen Streifzug durch ih­re Stadt, vom Prinzipalmarkt bis hin zum Send. Und wer genau hinschaute, konnte Professor Boerne , Kommissar Thiel und Rechtsmedizinerin Alberich entdecken. Die „Entruper Buben“ aus Altenberge standen dem nicht nach und machten sich auf zu den Sternen. Zugaben wurden auch hier gefordert.

Wir können ja nicht jedes Jahr Dschungelcamp spielen.

Melina Grinsch

Das ganz hohe Tier aus Ahlen, gemeint war Stadtprinz Heinzpeter I. (Przyluczky), zog die Besucherinnen ganz schnell mit Gesang auf seine Seite. Was Denise Forgo beeindruckte: „500 Frauen, die dich ausklatschen – toll, oder?“ – „Läuft“, zeigte sich Seine Tollität zufrieden und brachte mit weiteren Gesangsnummern seine Liebe zum Karneval zum Ausdruck: „Ich bin geboren, um Prinz zu werden“, sang er. „Wir können ja nicht jedes Jahr Dschungelcamp spielen“, läutete dann Melina Grinsch die traditionelle Prinzenkombo-Prüfung ein. Mit Bravour löste das Team die Formel-1-Aufgabe auf Bobby-Cars.

Wo Damensitzung ist, ist auch „Malle“ nicht weit. Partysänger Schmittinger, direkt von der Mittelmeerinsel eingeflogen, ließ das Thermometer im Saal weiter steigen. Das stand bei Stripper Jules dann knapp vor dem Zerspringen. Der holte nicht nur eine Dame auf die Bühne und zog immer mehr blank. Anfassen verboten? Der letzte Stoff behielt das Geheimnis für sich. Axel Fischer, dem Robbie Williams der Partymusik, gehörte schließlich das Finale. Sein Hit „Amsterdam“ durfte nicht fehlen. Nicht nur da tanzte die Damenwelt auf Tischen und Stühlen.

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