Landwirtschaftlicher Ortsverband Dolberg
Starke Gemeinschaft für die Zukunft

Dolberg -

100 Jahre Landwirtschaftlicher Ortsverband Dolberg – das wurde am Samstag in einem etwas anderen Rahmen gefeiert.

Montag, 27.01.2020, 16:54 Uhr aktualisiert: 27.01.2020, 17:52 Uhr
Hubert Steinhoff (
Hubert Steinhoff ( Foto: Angelika Knöpker

Ein neues Format gewagt, Experiment gelungen: Das 100-jährige Bestehen des Landwirtschaftlichen Ortsverbands Dolberg hat der Vorstand am Samstagabend mit einem Gottesdienst gefeiert, in den die offiziellen Jubiläumsreden eingebaut worden waren. Auf der mit Blumen geschmückten Tenne des Hofs Düpmeier begrüßte der Vorsitzende Hubert Steinhoff mehr als 100 Mitglieder und Gäste. Stadtpfarrer Dr. Ludger Kaulig hatte den Gottesdienst vorbereitet und begleitete die Lieder auf seiner Gitarre.

In seinem Rückblick erinnerte der Vorsitzende an seine Vorgänger wie Hermann Stratmann, Heinrich Northoff , Bernhard Hase, Heinrich Hölscher, Clemens Klockenbusch und Leo Kulke. „Sie alle haben für unseren Ortsverband viel bewirkt“, dankte er für ihr langjähriges Engagement. Er erinnerte an die Feier zum 80-jährigen Bestehen des Ortsverbands und 70 Jahre Landfrauenverband vor 20 Jahren, die mit einem Festumzug in historischen Kostümen auf dem Hof Northoff gefeiert worden waren. „Früher hatten meine Eltern einen landwirtschaftlichen Betrieb, der Trecker hatte nur 25 PS, sie konnten gut davon leben, haben uns vier Kindern den Start ins Familienleben erleichtert“, erinnerte sich Hubert Steinhoff und schlug einen Bogen in die heutige Zeit. „Die Hektarfläche hat sich vervierfacht, die Trecker sind stärker geworden, aber auch der Druck auf die Landwirtschaft“, sagte er. „Wer überleben will, muss wachsen“, sei die Devise. Sie führe zu Problemen.

Die Trecker sind stärker geworden, aber auch der Druck auf die Landwirtschaft.

Hubert Steinhoff

Eindringlich warb der Vorsitzende für Stärkung der Gemeinschaft und lobte die Landwirte, die für ihre Forderungen bei zahlreichen Aktionen protestiert haben, insbesondere die gut ausgebildeten jungen Bauern. Glaube, Bodenständigkeit und Familie seien die festen unerschütterlichen Pfeiler.

Für die Stadt Ahlen gratulierte Bürgermeister Dr. Alexander Berger zum Jubiläum. Auch er plädierte dafür, näher zusammenzurücken und zu diskutieren anstatt die Landwirte für vielfältige Probleme wie das Insektensterben verantwortlich zu machen. „Gemeinsam müssen wir uns dem Druck stellen“, sagte er und wertete den Besuch in Schulen und das Öffnen der Betriebe als richtigen zukunftsweisenden Schritt.

Gemeinsam mit Hubert Steinhoff dankte er abschließend Elisabeth und Werner Düpmeier für ihre Gastfreundschaft mit einem Blumenstrauß.

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