Vorbereitender Baustart
Erste Schneise für die Osttangente

Ahlen -

Ahlens Osttangente ist nicht länger nur Vision. Erste Bäume haben zwischen Zechenhalde und Werse Platz gemacht für 4,5 Kilometer neue Straße. Sie wird aber erst in acht Jahren eine direkte Süd-Ost-Anbindung schaffen. So lange wird querfeldein gebaut.

Mittwoch, 29.01.2020, 05:03 Uhr aktualisiert: 29.01.2020, 05:20 Uhr
Die Schneise für die Osttangente:
Die Schneise für die Osttangente: Foto: Ulrich Gösmann

Eine Schneise am Fuße der Osthalde zeigt schon jetzt, woher die Fahrt geht, wenn die Ahlener Osttangente im Jahr 2028 freigeben wird. Der Startschuss für ein Großprojekt, das in den nächsten acht Jahren 4,5 Kilometer neue Straße für eine direkte Süd-Ost-Anbindung schaffen will, ist gefallen. In aller Stille, abseits der Öffentlichkeit. Aber mit deutlichem Signal: Aus einer Vision wird jetzt Wirklichkeit.

Wir haben einen rechtskräftigen Planfeststellungsbeschluss...

Bernd Döding

Bernd Döding , Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, spricht von einem vorbereitenden Baustart. Bis Ende Februar müssten alle Fällarbeiten beendet sein. Dann melde sich die Natur zurück. Fakt sei: „Wir haben einen rechtskräftigen Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung über die ganze Strecke.“ Die beginnt am Blauen Wasserturm im Knotenpunkt Guissener Straße / Auf dem Toelen, überquert die Alte Beckumer Straße und trifft weiter querfeldein auf die Beckumer Straße in Höhe der Kreuzung zum Gewerbepark Olfetal. All das untergliedert in drei Bauabschnitte.

Eine Brücke soll sich in einem Jahr über dei Werse spannen.

Eine Brücke soll sich in einem Jahr über dei Werse spannen. Foto: Ulrich Gösmann

Der erste ist der größte und bindet die Zeche Westfalen an die Tangente. Eine 35 Meter breite Schneise hat sich soeben an den Fuß der Osthalde gelegt. Von hier geht‘s in rund 50 Metern Abstand parallel zur Bergamtsstraße hinter einem Lärmschutzwall über eine neue Brücke, die nicht nur Breite, sondern auch Höhe hat, um den Werseradweg großzügig zu überspannen. „Dafür“, so Döding am Dienstagmittag beim Ortstermin, „müssen wir eine Rampe schaffen“. Die aus Boden bestehe, den die Stadt jetzt bei Baumaßnahmen im Stadtgebiet sammle und hier ablade. Viel mehr Sichtbares werde bis nach den Sommerferien auch nicht mehr passieren.

Am Werseradweg machen Bäume Platz für den ersten Bauabschnitt.

Am Werseradweg machen Bäume Platz für den ersten Bauabschnitt. Foto: Ulrich Gösmann

Hinter den Kulissen laufen unterdessen letzte Vorbereitungen für eine europaweite Ausschreibung für Brücke, Straße und Lärmschutz. In der übernächsten Woche soll ein Förderantrag der Bezirksregierung vorgelegt werden. Ein Preis, der hinter dem Projekt steht, ist noch nicht in Zahlen gegossen. Wohl aber das: Ahlen rechnet mit einem 70-prozentigen Landeszuschuss.

Zu früh auch der Zeitpunkt, um Etappenziele zu terminieren. Die Frage, wie es in einem Jahr hier zwischen Halde und Werse aussehen wird, lässt Bernd Döding wohl aber hoffen, bis dahin die Brücke stehen zu haben. Sie werde dann, wie Projektleiter Thorsten Kräutner konkretisiert, in vier Metern Höhe die Werse überspannen. Stattliche Bäume haben bereits parallel zum Werseradweg Platz gemacht. Die kleine Brücke, die auf der Bergamtsstraße über die Werse führt und erst im Vorjahr ausgebessert wurde, soll zunächst einmal stehenbleiben. Immerhin dürften noch acht Jahre verstreichen, ehe Ahlens direkte Süd-Ost-Anbindung endlich steht.

Die kleine Brücke soll zunächst einmal erhalten bleiben.

Die kleine Brücke soll zunächst einmal erhalten bleiben.

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