CDU-Stadtverbandsvorsitzender Peter Lehmann:
„Kein glücklicher Schachzug der BMA“

Ahlen -

Deutliche Worte richtete CDU-Stadtverbandsvorsitzender Peter Lehmann an die Adresse der BMA. Deren Angriff auf die Meinungsfreiheit der Verwaltungsmitarbeiter sei „ungehörig“, sagte er.

Dienstag, 28.01.2020, 17:06 Uhr
CDU-Stadtverbandschef Peter Lehmann.
CDU-Stadtverbandschef Peter Lehmann. Foto: Christian Wolff

Einen deutlichen Seitenhieb in Richtung Bürgerliche Mitte Ahlen (BMA) richtete CDU-Stadtverbandschef Peter Lehmann am Sonntag beim Neujahrsempfang der Vorhelmer Ortsunion. Anlass war die Kritik an den Plakaten „Pro Neubau“, die Rathausmitarbeiter in Fenster des umstrittenen Verwaltungsbaus geklebt hatten (die „AZ“ berichtete).

„Die Meinung der Rathausmitarbeiter anzugreifen, ist ungehörig“, sagte Lehmann. „Dieser Ton geht gar nicht.“ Es sei legitim, in einer Diskussion auch öffentlich klar zu machen, wofür man steht. „Das machen die ,Rathausfreunde‘ mit Flugblättern und Plakataktionen genauso. Wir müssen auf allen Seiten sachlich unsere Argumente austauschen.“ Der Angriff gegen die Verwaltungsmitarbeiter, die von der Rathausfrage am engsten betroffen sind, sei jedenfalls „kein glücklicher Schachzug der BMA“ gewesen.

Lehmann: „Ich akzeptiere die Meinung der ,Rathausfreunde‘, auch wenn wir hier geschlossen eine andere vertreten. Was in dieser Diskussion aber immer wieder ausgeblendet wird, ist die Stadthalle.“ Diese sei „nicht sanierungsfähig“ und auch bei größten Anstrengungen „baulich nicht barrierefrei hinzubekommen“. Geld dafür „herauszuschmeißen“ ist nach Ansicht des CDU-Parteichefs „absoluter Blödsinn“ und mit seiner Fraktion auch nicht zu machen. Die SPD stehe in diesem Punkt mit ihrem Bürgermeisterkandidaten ebenso in einer konträren Situation, die im Wahlkampf sicherlich noch eine Rolle spielen werde, meinte Peter Lehmann. „Das lässt sich gar nicht vermeiden.“

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