Entscheidung gefallen
DRK betreibt neue Kita „Hases Wiese“

Investor und Betreiber der geplanten neuen Kindertagesstätte im Dolberger Baugebiet „Hases Wiese“ stehen fest. Es sind die FirstRetail Consult GmbH aus Bielefeld und der Kreisverband Warendorf-Beckum des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Warum die Wahl auf diese Bewerber gefallen ist, erläuterten Stadtplaner Markus Gantefort und Sozialfachbereichsleiterin Ulla Woltering am Dienstag im Jugendhilfeausschuss.

Donnerstag, 30.01.2020, 11:46 Uhr
So könnte die neue Kita „Hases Wiese“ in Dolberg aussehen.
So könnte die neue Kita „Hases Wiese“ in Dolberg aussehen. Foto: ars Architekten

Ahlen / DolbergParallel zum Vergabeverfahren für die 23 Baugrundstücke für frei stehende Einfamilien- und Doppelhäuser, die inzwischen alle vergeben sind, war die Errichtung ei­nes zweigeschossigen Gebäudes auf einem rund 1830 Quadratmeter großen Grund­stück im Süden des Baugebietes durch die Stadt Ahlen separat ausgeschrieben worden. Die Vorgabe war, im Erdgeschoss die Kita unterzubringen und das Obergeschoss für Wohnungen auszubauen. Der Investor solle das Grundstück erwerben, die Baumaßnahme auf eigene Kosten durchführen und mit dem Betreiber der Kita eine Mietvertrag über die Laufzeit von 20 Jahren abschließen. Das Erdgeschoss sei vom Grundriss her so zu planen, dass es im Falle sinkender Nachfrage nach Kita-Plätzen ebenfalls für eine Wohnnutzung umgebaut werden könnte. Ein aus heutiger Sicht allerdings eher unwahrscheinlicher Fall der Fälle. Dolberg brauche dringend zusätzliche Betreuungsangebote, führte Ulla Woltering aus.Die neue Einrichtung soll mit 55 Plätzen in drei Gruppen Entlastung schaffen.Das Projekt sei „ein Baustein des sehr umfangreichen Kita-Ausbauprogramms, das wir uns vorgenommen haben“, so Woltering.

Ahlen / Dolberg Parallel zum Vergabeverfahren für die 23 Baugrundstücke für frei stehende Einfamilien- und Doppelhäuser, die inzwischen alle vergeben sind, war die Errichtung ei­nes zweigeschossigen Gebäudes auf einem rund 1830 Quadratmeter großen Grund­stück im Süden des Baugebietes durch die Stadt Ahlen separat ausgeschrieben worden. Die Vorgabe war, im Erdgeschoss die Kita unterzubringen und das Obergeschoss für Wohnungen auszubauen. Der Investor solle das Grundstück erwerben, die Baumaßnahme auf eigene Kosten durchführen und mit dem Betreiber der Kita eine Mietvertrag über die Laufzeit von 20 Jahren abschließen. Das Erdgeschoss sei vom Grundriss her so zu planen, dass es im Falle sinkender Nachfrage nach Kita-Plätzen ebenfalls für eine Wohnnutzung umgebaut werden könnte. Ein aus heutiger Sicht allerdings eher unwahrscheinlicher Fall der Fälle. Dolberg brauche dringend zusätzliche Betreuungsangebote, führte Ulla Woltering aus. Die neue Einrichtung soll mit 55 Plätzen in drei Gruppen Entlastung schaffen. Das Projekt sei „ein Baustein des sehr umfangreichen Kita-Ausbauprogramms, das wir uns vorgenommen haben“, so Woltering.

Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir gleich vier Bewerbungen bekommen.

Markus Gantefort

Markus Gantefort sprach von einer „etwas komplexeren Ausschreibung“, denn nicht nur das Jugendamt definierte fachliche Standards für den Betrieb der Kita, auch der Baubereich hatte konkrete Erwartungen an den Investor. Es sollte „kein klassischer Flachmann“ werden, sondern ein Baukörper mit architektonischer Qualität, der sich gut in das Baugebiet einfügt, so Gantefort, der zugab: „Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir gleich vier Bewerbungen bekommen.“ Diese hätten alle den Anforderungen komplett entsprochen, ein Anbieter habe jedoch „ein bisschen herausgestochen“ und obendrein mit 366 000 Euro das Höchstgebot für das Grundstück abgegeben. Das Mindestgebot lag bei 310 000 Euro. Der Kaufpreis fiel jedoch bei der Bewertung nach einem Punktesystem nur mit 20 Prozent ins Gewicht, während das Nutzungskonzept zu 30 Prozent ausschlaggebend war.

Markus Gantefort sprach von einer „etwas komplexeren Ausschreibung“, denn nicht nur das Jugendamt definierte fachliche Standards für den Betrieb der Kita, auch der Baubereich hatte konkrete Erwartungen an den Investor. Es sollte „kein klassischer Flachmann“ werden, sondern ein Baukörper mit architektonischer Qualität, der sich gut in das Baugebiet einfügt, so Gantefort, der zugab: „Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir gleich vier Bewerbungen bekommen.“ Diese hätten alle den Anforderungen komplett entsprochen, ein Anbieter habe jedoch „ein bisschen herausgestochen“ und obendrein mit 366 000 Euro das Höchstgebot für das Grundstück abgegeben. Das Mindestgebot lag bei 310 000 Euro. Der Kaufpreis fiel jedoch bei der Bewertung nach einem Punktesystem nur mit 20 Prozent ins Gewicht, während das Nutzungskonzept zu 30 Prozent ausschlaggebend war.

Im Vergleich der Kita-Betreiber habe das Deutsche Rote Kreuz bei den Schließtagen schlechter abgeschnitten, war Norbert Ostermann (Grüne) aufgefallen. Doch Ulla Woltering beruhigte: „Alles im gesetzlichen Rahmen, die Kinder werden auf jeden Fall ausreichend betreut.“ Der DRK-Kreisverband sei ein sehr erfahrener Träger.

Im Vergleich der Kita-Betreiber habe das Deutsche Rote Kreuz bei den Schließtagen schlechter abgeschnitten, war Norbert Ostermann (Grüne) aufgefallen. Doch Ulla Woltering beruhigte: „Alles im gesetzlichen Rahmen, die Kinder werden auf jeden Fall ausreichend betreut.“ Der DRK-Kreisverband sei ein sehr erfahrener Träger.

Andrea Jaunich (SPD) sah sich vor vollendete Tatsachen gestellt, hätte gerne auch die drei anderen Bewerbungen präsentiert bekommen, vor allem über das pädagogische Konzept gesprochen. „Das sollte für uns als Jugendhilfeausschuss an erster Stelle stehen“, meinte sie. Woltering bot daraufhin an, den designierten Träger zur nächsten Sitzung einzuladen.

Andrea Jaunich (SPD) sah sich vor vollendete Tatsachen gestellt, hätte gerne auch die drei anderen Bewerbungen präsentiert bekommen, vor allem über das pädagogische Konzept gesprochen. „Das sollte für uns als Jugendhilfeausschuss an erster Stelle stehen“, meinte sie. Woltering bot daraufhin an, den designierten Träger zur nächsten Sitzung einzuladen.

Die Ausschussvorsitzende Gabi Duhme (SPD) gab den Verwaltungsvertretern als An­regung mit, vor weiteren Ausschreibungen noch einmal über die Vorgehensweise nachzudenken. „In anderen Städten“, wusste sie, „gibt es auch die umgekehrte Variante, dass die Träger sich vorstellen und einen Investor mitbringen.“

Die Ausschussvorsitzende Gabi Duhme (SPD) gab den Verwaltungsvertretern als An­regung mit, vor weiteren Ausschreibungen noch einmal über die Vorgehensweise nachzudenken. „In anderen Städten“, wusste sie, „gibt es auch die umgekehrte Variante, dass die Träger sich vorstellen und einen Investor mitbringen.“
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