Erster Anmeldetag an zukünftiger Gesamtschule
Drei Gründe für gute Laune

Ahlen -

Am Samstag starteten die Anmeldetage für die neue Städtische Gesamtschule – und damit stehen auch die ersten neuen Gesamtschüler in den Startlöchern.

Sonntag, 02.02.2020, 23:03 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 11:48 Uhr
Louis Scharbius ist mit Mutter Yvonne Scharbius-Hartmann zum Anmeldegespräch gekommen. Er geht zurzeit noch zur Martinschule, freut sich aber schon auf die Gesamtschule.
Louis Scharbius ist mit Mutter Yvonne Scharbius-Hartmann zum Anmeldegespräch gekommen. Er geht zurzeit noch zur Martinschule, freut sich aber schon auf die Gesamtschule. Foto: Ralf Steinhorst

Für Elisabeth Beier war der 1. Februar, der letzte Samstag, ein doppelter Tag der Freude. Nicht nur, dass mit dem ersten Anmeldetag zur neuen Städtischen Gesamtschule der Einzug der neuen Schulform endlich griffig und spürbar wurde. Mit diesem Tag konnte sie endlich auch das das „kommissarisch“ vor ihrer Bezeichnung Schulleiterin der Sekundarschule streichen.

Lange hat Elisabeth Beier mit ihrem Kollegium dafür gekämpft, dass aus der Sekundar- eine Gesamtschule wird. Wie sie sich fühlt an diesem Tag? „Das ist schon aufregend, wie viele kommen und wer sich anmelden wird. Der Erste war schon da“, lächelt Elisabeth Beier. Ein Vater, der direkt von der Arbeit gekommen und schon um 9 Uhr in der Schule gewesen sei, obwohl die Anmeldungen erst um 10 Uhr offiziell starteten. Unbürokratisch durfte er aber schon rein. Die neue Gesamtschule sei in seiner Nachbarschaft, da sei die Entscheidung nur logisch gewesen, so seine Aussage.

Das ist schon aufregend, wie viele kommen und wer sich anmelden wird.

Elisabeth Beier

„Wir brauchen mindestens 100 Anmeldungen“, ist Elisabeth Beier sich sicher, dass es die auch werden. Bei 174 liege das obere Limit, dann müsse ausgewählt werden. Das aber erwartet sie nicht.

Bis zum kommenden Donnerstag laufen die Anmeldungen von 9 bis 12 Uhr und 15 bis 17 Uhr, die Gespräche werden von der Schulleiterin selbst zusammen mit der didaktischen Leiterin Frauke Hantel-Laufenberg und Abteilungsleiterin Sonja Voss geführt.

Waffeln backen für durch den Brand bedrohte Tiere in Australien: Sümeyye Eren, Melisa Islek, Ebranor Öztas und Ahmet Ates.

Waffeln backen für durch den Brand bedrohte Tiere in Australien: Sümeyye Eren, Melisa Islek, Ebranor Öztas und Ahmet Ates. Foto: Ralf Steinhorst

Die Perspektive, Gesamtschule zu sein, habe schon jetzt im Kollegium positive Folgen. „Ich habe gerade sieben Dienstverlängerungen nach Münster geschickt“, gibt es noch einen dritten Grund für die gute Laune von Elisabeth Beier. Schon jetzt habe die Schule Lehrer für die Sekundarstufe zwei. Auch wenn die erste Oberstufe erst in sechs Jahren eingeläutet werde, werde dieser Anteil von nun an wohl stetig steigen.

Das Schulleiterbüro der Sekundarschule stand 20 Monate leer, nun wurde es durch Elisabeth Beier am Freitag neu bezogen. Dort kommt auch Yvonne Scharbius-Hartmann mit ihrem Sohn Louis durch die Tür. „Ich bin schon hier auf die Realschule gegangen“, erzählt die Mutter. Auch zwei ihrer Kinder seien schon dort gewesen, ein drittes mache jetzt seinen Abschluss. Louis wird die Reihe also fortsetzen, dann in der Schulform der Gesamtschule. „Ich find es gut“, sagt Yvonne Scharbius-Hartmann über die Umwandlung zur Gesamtschule und Louis, der zurzeit noch auf der Martinschule lernt, sieht dem Wechsel auf die weiterführende Schule gelassen entgegen: „Ich freue mich schon.“ Ob weitere Klassenkameraden die neue Städtische Gesamtschule anlaufen werden, weiß er allerdings nicht. Nur eines: Er hofft, in die Profilklasse der Computerexperten aufgenommen zu werden.

Derweil sitzen Schüler der Klassen 8 d und 8 e im Flur, und verkaufen Waffeln. Das Geld soll auf das Konto des World Wildlife Fund (WWF) gehen, der damit den durch die Brände bedrohten Tieren in Australien hilft.

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