Zweimal Jugendtheater in der Schuhfabrik
Schlaglichter auf Gesellschaft

Ahlen -

Die Jugendtheatergruppen der Schuhfabrik und vom Theater am Wall Warendorf laden ein: Am Freitag sind ihre neuen Stücke „Vergesst den Schweigefuchs. Jetzt reden wir!“ und „Das Boot ist voll“ in der Schuhfabrik zu sehen.

Montag, 03.02.2020, 15:45 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 19:00 Uhr
„Das Boot ist voll!“: Das Junge Theater Warendorf findet es absurd, dass sich Menschen freiwillig wochenlang auf einer „schwimmenden Dreckschleuder“ aufhalten.
„Das Boot ist voll!“: Das Junge Theater Warendorf findet es absurd, dass sich Menschen freiwillig wochenlang auf einer „schwimmenden Dreckschleuder“ aufhalten. Foto: Theater am Wall

Die Jugendtheatergruppen der Schuhfabrik und des Theaters am Wall Warendorf präsentieren ihre neuen Stücke: Die Wiederaufnahme des Stücks „Vergesst den Schweigefuchs. Jetzt reden wir!“ und die Premiere „Das Boot ist voll“ finden am Freitag, 7. Februar, ab 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr) in der Schuhfabrik statt.

Die Jugendtheatergruppe der Schuhfabrik richtet einen Appell an die Zuschauer: mit Mut und Zivilcourage durch die Welt zu gehen. Die acht Schauspielerinnen und drei Schauspieler setzen sich mit ihrem Leben und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auseinander. Sie reflektieren selbstkritisch, teils ironisch ihr Leben. Unter der Regie von Nadine Althoff und Tobias Winopall greift die Jugendtheatergruppe Themen wie Klimawandel, Rassismus, Hetze im Netz, Egoismus und Gleichgültigkeit auf und setzte sie in Sprache und Gestik beeindruckend in Szene. Es spielen Sandy Addouj, Hanna Beckmann, Sophie Czichon, Tim Eustergerling, Berfin Dila Erdem, Ulrike Gerhardt, Lasse Meiwes, Marcel Palowsky, Annika Recker, Kristin Wilhelm und Yesim Yavus.

Die Komödie „Das Boot ist voll“ des Jungen Theaters Warendorf ist nicht viel absurder als die Tatsache, dass „Menschen sich freiwillig wochenlang auf einer schwimmenden Dreckschleuder aufhalten und nichts anderes tun als konsumieren. Eine Kreuzfahrt ist der Inbegriff von Dekadenz“, fasst Regisseur Marcel Höfs die Thematik zusammen. Mit zum Teil aberwitzigen Szenen wirft das JTW Schlaglichter auf eine Gesellschaft, die so sehr mit sich selbst beschäftigt ist, dass sie gar nicht merkt, dass ihr das Wasser schon bis zum Halse steht.

Der Eintritt beträgt im Vorverkauf und an der Abendkasse sechs Euro für Schüler und acht Euro für Erwachsene. Karten sind über die Homepage und in der Kneipe der Schuhfabrik erhältlich. Mehr Infos unterwww.schuhfabrik-ahlen.de.

www.schuhfabrik-ahlen.de
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