Neues Projekt im Phänomexx
Binärsystem erklärt mit Teddybären

Ahlen -

Wie können Computer Menschen verstehen? Das neue Phänomexx-Projekt erklärt diese Frage und noch viele weitere.

Dienstag, 04.02.2020, 11:42 Uhr aktualisiert: 05.02.2020, 19:32 Uhr
Stellten das neue Projekt vor (v.l.): Reinhardt Böhm, Werner Roll, Karl-Heinz Siehoff, Lutz Henke, Dieter Werner, Bernd Kemper, Jürgen Baron, Roland Klein und Anna Weber.
Stellten das neue Projekt vor (v.l.): Reinhardt Böhm, Werner Roll, Karl-Heinz Siehoff, Lutz Henke, Dieter Werner, Bernd Kemper, Jürgen Baron, Roland Klein und Anna Weber. Foto: Peter Schniederjürgen

Was haben gestickte Bilder mit Computern zu tun, und warum ist der Herzschlag des digitalen Zeitalters „1“ und „0“? Diese Fragen klärt das neue Projekt im Phänomexx „Informatik erforschen und verstehen“, das das Team des außerschulischen Lernlabors am Montag vorstellte. Es geht, einfach gesagt, um die Basis des Verständnisses von Computern, Robotik und die Sprachen, die menschliche Anweisungen in technische Handlungen übersetzen.

„Die Grundzüge dafür hat Gottfried Wilhelm Leibniz im 18. Jahrhundert mit der Erklärung des Binärsystems gelegt“, sagte Anna Weber , didaktische Leitern des Phänomexx. Allen Computern sei dieses auf eins und null basierende System zu eigen: „Die Maschinen verstehen nur diese Sprache.“

Das Labor erklärt diese Tatsache mit Stoffbären und Holzkugeln. Auf dieser spielerischen Basis führt das neue Projekt über insgesamt 36 Stationen durch die Welt der Computer. Wie funktionieren Algorithmen? Was ist in der Diskussion um Datenschutz in aller Munde? Solche Fragen werden passend für vierte bis sechste Schuljahrgänge aufbereitet.

Anna Weber erklärt Roland Klein wie „das mit den Pixeln“ funktioniert

Anna Weber erklärt Roland Klein wie „das mit den Pixeln“ funktioniert Foto: Peter Schniederjürgen

Dazu kommt die Welt der Farben. „Sie gliedert sich einfach in Rot, Gelb und Blau“, zeigte Anna Weber. Woher aber kommen die zig Millionen Farben, die Monitore darstellen können? Dazu bemühte die Naturwissenschaftlerin die Stickbilder. Denn die sind verpixelt. Bei genauem Hinsehen ist zu erkennen, dass sie aus den drei Grundfarben bestehen. Davon können sich die Gäste bei der Projektpräsentation mit einem Blick durch die Lupe überzeugen. Denn auch bei diesem komplexen Thema ist das Labor seinem Anspruch, schwierige Inhalte spielerisch und spannend zu vermitteln, treu geblieben. „Dafür haben wir, das ganze Phänomexx-Team, seit März vergangenen Jahres daran getüftelt“, berichtete Vorsitzender Reinhardt Böhm. Neben ihm und Anna Weber gehören Werner Roll, Karl-Heinz Siehoff und Jürgen Baron dazu.

Reinhardt Böhm (M.) mit Dieter Werner (l.) und Bernd Kemper (r.)

Reinhardt Böhm (M.) mit Dieter Werner (l.) und Bernd Kemper (r.) Foto: Peter Schniederjürgen

Das Phänomexx-Konzept ist ein Erfolgsrezept. „Wir konnten damit im vergangenen Jahr insgesamt 10 200 Schüler erreichen“, verkündete Böhm. Darin sind alle Außenstellen, Partner und Beteiligte im ganzen Regierungsbezirk von Bottrop bis Ibbenbüren eingeschlossen. Viele Jugendliche davon seien nach Ahlen gekommen, andere hätten von den weiter genutzten Projekten an anderen Orten profitiert.

„Besonders danken wir der Sparkasse Münsterland Ost, die hier in den meisten Fällen die recht erheblichen Fahrkosten für die Schüler übernimmt“, wandte sich der Phänomexx-Vorsitzende an das Sparkassen-Vorstandsmitglied Roland Klein.

Die Termine des neuen Projekts waren übrigens schon nach wenigen Tagen komplett vergeben. „Was mich nun gar nicht verwundert, befand Bernd Kemper vom „Verband Münsterländischer Metallindustrieller“: „Hier lernen Kinder mit großem Spaßfaktor, dass Naturwissenschaften sehr spannend sind.“

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