Zechenbahnradweg fehlen noch 20 Meter
Ab April geht‘s an die Brücke

Ahlen -

Letzter Lückenschluss im Sommer auf dem Zechenbahnradweg. Bis dahin soll die Wersebrücke hinter „Westfalen“ saniert sein. Die Arbeiten beginnen im April.

Mittwoch, 05.02.2020, 05:32 Uhr aktualisiert: 05.02.2020, 09:36 Uhr
Ab April soll die Wersebrücke saniert werden.
Ab April soll die Wersebrücke saniert werden. Foto: Ulrich Gösmann

Wäre die Brücke nicht ein Sanierungsfall, die Räder könnten längst ohne Unterbrechung durchrollen. 20 Meter fehlen dem Zechenbahnradweg noch, der sich ab Bergstraße auf 2,35 Kilometern Länge teils idyllisch durch die Stadt zieht – und in Sichtweite des Schlingenfelds abrupt vor einem Bauzaun endet.

„Der Auftrag ist vor zwei Wochen vergeben worden“, sagt Stadtsprecher Frank Merschhaus . „Zurzeit erstellen die Kollegen einen Bauzeitenplan, damit es voraussichtlich ab April losgehen kann.“ Vorbereitende Grünarbeiten würden natürlich vorgezogen. Von denen erste Ergebnisse zu sehen sind. 35 Jungbäume säumen auf westlicher Seite die 230 neuen Meter, die im Spätherbst zwischen Lokschuppen und Werse dazugekommen sind. Inzwischen ist auch der Bauzaun in Höhe des Lokschuppens verschwunden, der Spaziergänger den Weg bis zum Brückenbauwerk freigibt. Von dort soll es demnächst ohne Umwege durch das Gewerbegebiet „Zeche Westfalen“ über das Schlingenfeld auf der alten Zechenbahntrasse in Richtung Hamm weitergehen.

Weiter geht es nicht. Ein Zaun trennt die Wersebrücke vom Schlingenfeld.

Weiter geht es nicht. Ein Zaun trennt die Wersebrücke vom Schlingenfeld. Foto: Ulrich Gösmann

Komplett am Netz sind seit Dezember die 56 Laternen, die den innerstädtischen Abschnitt allabendlich ausleuchten. Kostenpunkt: 180 000 Euro, die zu 70 Prozent über die Städtebauförderung gedeckt sind.

Eigentlich hätte die Brückensanierung schon laufen sollen. Die erste Ausschreibung hatte allerdings zu einem weitaus teurerem Ergebnis geführt, als eingerechnet. Ursprünglich sollte der Baukörper von seinem für die damalige Zeit typischen bleihaltigen Anstrich befreit werden. Doch dafür hätte der 50-Tonnen-Koloss angehoben, abgestrahlt und neu beschichtet werden müssen. All das – da Altlast – unter einem Schutzzelt (wir berichteten). Überarbeitete Pläne beschränken sich jetzt auf eine Versiegelung an Ort und Stelle. Farben und Lacke können nur bei entsprechender Witterung aufgetragen werden. Mit der Freigabe wird zur Jahresmitte gerechnet.

35 Jungbäumen säumen die letzten 230 Meter Zechenradweg zwischen Lokschuppen und Werse.

35 Jungbäumen säumen die letzten 230 Meter Zechenradweg zwischen Lokschuppen und Werse. Foto: Ulrich Gösmann

In einem Zuwendungsbescheid hatte die Bezirksregierung im November 2018 eine Förderung in Höhe von 244 800 Euro für den Lückenschluss zugesichert. Die Gesamtmaßnahme beläuft sich auf 350 000 Euro.

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