FDP-Vorsitzender schreibt an Parteimitglieder
Keine Gemeinsamkeit mit der AfD

Ahlen -

Post von der Ahlener FDP-Spitze an die Mitglieder: Vorsitzender Eric Fellmann reagiert damit auf die Unruhe, die durch die Wahl Kemmerichs in Thüringen entstanden sei. Der liberale Frontmann stellt klar: Zwischen FDP und AfD gibt es keine Gemeinsamkeiten!

Montag, 10.02.2020, 07:13 Uhr aktualisiert: 10.02.2020, 09:05 Uhr
Eric Fellmann für klare Kante gegen Rechts.
Eric Fellmann für klare Kante gegen Rechts. Foto: Gösmann

Am Samstag hatten alle FDP-Mitglieder einen Brief ihres Vorsitzenden im Briefkasten. „Wir haben uns bewusst entschieden, unseren Mitgliedern zu schreiben“, erläutert Eric Fellmann die Hintergründe. Denn nach dem Debakel um die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen sei die Verunsicherung in der Mitgliedschaft schon groß gewesen.

In dem Brief spricht Fellmann die Mitglieder persönlich an: „Liebe Parteifreundinnen und Parteifreunde, die Freien Demokraten wurden durch das Verhalten der FDP in Thüringen in eine unglaublich schwierige Situation gebracht. Wir müssen jetzt Geschlossenheit zeigen und entschlossen für unser Programm und unsere Werte einstehen. Damit muss eine deutliche Distanzierung von der AfD einhergehen.“

Zwischen der FDP und AfD könne es keine Gemeinsamkeiten geben, unterstreicht Fellmann, und bittet in den Schreiben um Unterstützung für den Kurs der FDP in Ahlen und in NRW gerade im Hinblick auf die Kommunalwahl am 13. September.

Nach seiner zeitungsöffentlichen Distanzierung von der Wahl Kemmerichs zum Ministerpräsidenten habe er sehr viel Zustimmung aus der Mitgliedschaft erfahren, berichtet Fellmann im Redaktionsgespräch. Es gebe allerdings auch andere Stimmen, räumt er ein. So habe er mit einem Mitglied gesprochen, das den Rücktritt falsch finde. „Wir haben Gott sei Dank Meinungsfreiheit“, kommentiert der Vorsitzende. Austritte habe es in Ahlen entgegen dem, was von der Kreisebene verlautete, bislang nicht gegeben, was Fellmann als Zustimmung zu dem klaren Kurs der Ahlener FDP wertet.

Zugleich verwahrt sich Fellmann gegen die Verbreitung von Halb- und Unwahrheiten. So werde in den sozialen Netzwerken kolportiert, dass Kemmerich das ihm als auch nur kurz im Amt befindlichen Ministerpräsidenten zustehende Gehalt teilweise einer Organisation spenden wolle, die der AfD nahe stehe. Dabei handelt es sich um die sogenannten „Volksverpetzer“. Kemmerich habe allerdings schon angekündigt, das Geld an die Staatskasse zurückzahlen zu wollen, hielt Fellmann dagegen.

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